Die­sen Fo­tos kön­nen Sie nicht trau­en!

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Mo­ment mal - der Schreib­tisch auf dem Fo­to ist ir­gend­wie an­ders. Stimmt. Er steht nicht fest, son­dern schau­kelt sacht wie ei­ne Wie­ge. Des­halb heißt das Fo­to: „Bü­ro­schlaf“.

Die skur­ri­len Fo­tos des Frank­fur­ter Fo­to­gra­fen Frank Ku­nert (52) sind bis 27. Au­gust bei „art+form“auf der Bautz­ner Stra­ße zu be­wun­dern. Was auf dem ers­ten Blick rea­lis­tisch-bi­zarr wirkt, ent­puppt sich bei nä­he­rem Hin- se­hen als Mo­dell­bau­land­schaft. Ku­nert selbst hat sie er­schaf­fen: Das Au­to-Rie­sen­rad, den Plat­ten­bau, des­sen Bal­ko­ne kei­nen Zu­gang ha­ben. Oder auch die „Ge­schlos­se­ne Ge­sell­schaft“- al­le sit­zen drin, nur ei­ner sitzt hin­ter der Glas­wand im Schnee.

Ku­nert in­sze­niert mit Pin­sel, Sche­re, Mes­ser, Sä­ge, Pap­pe und Leim das Ab­sur­de un­se­res All­tags. Sei­ne Mo­del­le ent­ste­hen im stil­len Käm­mer­chen, oft dau­ert es Mo­na­te, bis ein Mo­tiv fer­tig ist. Denn Ku­nert ist Per­fek­tio­nist - er­schafft seit 15 Jah­ren sei­ne Bau­wer­ke im Maß­stab 1:20. „Ich ha­be schon als Kind gern ge­bas­telt. Dann kam das Fo­to­gra­fie­ren da­zu“, so Ku­nert. Das Er­geb­nis: Ein fo­to­gra­fier­tes Wun­der­land.

In der Ga­le­rie „art + form“sind bis En­de Au­gust die Ar­bei­ten von Frank Ku­nert zu­se­hen.

Der Künst­ler Frank Ku­nert (52) bei der Ar­beit. Be­vor er den Aus­lö­ser drückt, rich­tet er die Bo­xen auf sei­nem Plat­ten­bau aus.

„Bü­ro­schlaf“ver­heißt Kun­derts Kon­struk­ti­on aus Schreib­tisch und Wie­ge.

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