Un­ter Zug­zwang

Dresdner Morgenpost - - KOMMENTAR - Von Tho­mas Sch­mitt

Wie gut, dass die Bahn ab Au­gust Ro­nald Po­fal­la im Vor­stand hat: Seit der NSA-Af­fä­re gilt der Ex-Kanz­ler­amts-Chef be­kann­ter­ma­ßen als Spe­zia­list im Be­en­den von Din­gen - war­um jetzt nicht auch mal in der Kri­se des Trans­port- und Lo­gis­tik­kon­zerns? Wo­bei es bei dem bun­des­ei­ge­nen Un­ter­neh­men eher um ei­ne Art Neu­start ge­hen muss. Im

Grun­de schlägt sich die Bahn mit stets glei­chen Pro­ble­men her­um: Der auf­ge­bläh­te Ver­wal­tungs­ap­pa­rat ist schwer­fäl­lig, das Un­ter­neh­men nicht schnell, ef­fi­zi­ent, fle­xi­bel und wett­be­werbs­fä­hig ge­nug. Kun­den wol­len ein über­schau­ba­res Ta­rif­sys­tem so­wie ge­naue und recht­zei­ti­ge In­fos zu Ver­spä­tun­gen oder Zu­g­aus­fäl­len. Das kann doch al­les nicht so schwer sein. Ur­sa­che

des ak­tu­el­len Ge­winn­ein­bruchs sind ge­wiss nicht nur Un­wet­ter und Streiks: Ein schwe­rer Ma­nage­ment­feh­ler liegt et­wa dar­in, viel zu lang­sam auf die Fern­bus-Kon­kur­renz re­agiert zu ha­ben. Auch des­halb sind Gru­be und Co. un­ter Zug­zwang.

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