Leip­zigs Uni-Rek­to­rin Kos­tet Kri­tik an Re­gie­rung ih­ren Job?

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

- Ei­ne der schärfs­ten Kri­ti­ke­rin­nen der säch­si­schen Hoch­schul-Spar­po­li­tik steht vor dem Aus. Leip­zigs Uni-Rek­to­rin Bea­te Schü­cking (59) darf nach ei­ge­ner Darstel­lung nicht zur Wie­der­wahl an­tre­ten. Ein po­li­ti­scher Ra­che­akt?

In ei­nem gro­ßen In­ter­view mit der Wo­chen­zei­tung „Die Zeit“ließ Bea­te Schü­cking ih­rem Frust frei­en Lauf. „Es wird kei­ne zwei­te Amts­zeit für mich ge­ben. Ich bin dar­über au­ßer­or­dent­lich be­stürzt“, sag­te die Me­di­zin­Pro­fes­so­rin, die seit 2011 Rek­to­rin der Uni Leip­zig ist.

Schü­cking sieht sich im Vor­feld der 2016 statt­fin­den­den Wahl aus­ge­boo­tet. „Der Vor­sit­zen­de des Hoch­schul­rats hat mich im Ur­laub an­ge­ru­fen, um mir zu sa­gen, dass ich dem Se­nat nicht zur Wie­der­wahl vor­ge­schla­gen wer­de“, so ih­re Darstel­lung in der „Zeit“.

Der Hoch­schul­rat ist ei­ne Art Auf­sichts­rat der Uni. Ein po­li­tisch be­setz­tes Gre­mi­um - fünf sei­ner neun Mit­glie­der wer­den di­rekt vom Säch­si­schen Wis­sen­schafts­mi­nis­te­ri­um er­nannt. Nur der Rat kann dem Uni-Se­nat Kan­di­da­ten für das Rek­to­ren­amt vor­schla­gen.

Schü­cking, die ges­tern kei­ne wei­te­ren Er­klä­run­gen ab­ge­ben woll­te, hat­te sich in den letz­ten Jah­ren har­te Aus­ein­an­der­set- zun­gen mit der Lan­des­re­gie­rung ge­lie­fert. Da­bei ging es um den von der Po­li­tik ge­for­der­ten Ab­bau von 300 Stel­len an der Leip­zi­ger Uni. Drei Vier­tel der Strei­chun­gen konn­te die Rek­to­rin ab­wen­den.

Wäh­rend der Hoch­schul­rat ges­tern kei­ne Er­klä­rung ab­gab, zeig­te sich der Stu­den­ten­rat scho­ckiert über die Nicht­no­mi­nie­rung Schü­ckings. Er for­dert nun die Of­fen­le­gung der Grün­de.

Bea­te Schü­cking (59)

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