Ta­rif­ge­sprä­che wie­der ge­schei­tert Luft­han­sa-Pi­lo­ten dro­hen mit neu­en Streiks

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

- Im deut­schen Flug­ver­kehr zeich­nen sich neue Cha­os-Ta­ge ab: Die Pi­lo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) droht der Luft­han­sa „ab so­fort“wie­der mit neu­en Streiks.

Grund: Die Ta­rif­ge­sprä­che zwi­schen Eu­ro­pas größ­ter Flug­ge­sell­schaft und ih­ren Pi­lo­ten sind ein­mal mehr ge­schei­tert. In ei­nem Spit­zen­ge­spräch mit Vor­stands-Chef Cars­ten Sp­ohr ha­be Luft­han­sa auf den Plä­nen be­harrt, Flug­zeu­ge ins Aus­land aus­zu­flag­gen und da­mit Ar­beits­plät­ze aus Deutsch­land zu ver­la­gern, teil­te die VC mit. So­lan­ge die Kon­zern­spit­ze in die­sem Punkt nicht zum Um­den­ken be­reit sei, sei­en Ar­beits­nie­der­le­gun­gen wie­der je­der­zeit mög­lich.

Die VC hat­te dem Un­ter­neh­men zu­letzt nach ei­ge­nen An­ga­ben Ein­spar­mög­lich­kei­ten in ei­nem Vo­lu­men von rund 500 Mil­lio­nen Eu­ro an­ge­bo­ten. „Wenn ein sol­ches Pa­ket ab­ge­lehnt wird, zeigt sich, dass es Luft­han­sa nicht um markt­ge­rech­te Be­din­gun­gen, son­dern um Ta­rif­flucht und Aus­la­ge­rung von Ar­beits­plät­zen geht“, sag­te VC-Spre­cher Mar­kus Wahl. Die Pi­lo­ten ha­ben in dem Kon­flikt be­reits zwölf­mal ge­streikt und dem Un­ter­neh­men ei­nen Scha­den von mehr als 300 Mil­lio­nen Eu­ro zu­ge­fügt.

Hebt hier bald wie­der nichts ab? Der Ta­rif­streit bei der Luft­han­sa ist noch im­mer nicht bei­ge­legt.

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