Ost­deutsch­land hinkt auch wei­ter hin­ter­her

Ifo-Pro­gno­se

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN/TUTZ­ING - Das ist ja kei­ne schö­ne Pro­gno­se! Die Wirt­schafts­kraft der ost­deut­schen Län­der bleibt nach Ein­schät­zung des ifo In­sti­tuts Dres­den noch lan­ge hin­ter dem Wes­ten zu­rück. „Al­les spricht da­für, dass Ost­deutsch­land in den nächs­ten 25 Jah­ren nicht auf­ho­len kann“, sag­te Vi­ze-Chef Joa­chim Ra­gnitz (54) laut ei­ner Vor­abMit­tei­lung bei ei­nem Vor­trag ges­tern in Tutz­ing (Bay­ern) an­läss­lich der deut­schen Wie­der­ver­ei­ni­gung.

Die An­nä­he­rung zwi­schen Ost und West im Sin­ne der Wirt­schafts- leis­tung sei be­reits vor zwan­zig Jah­ren zum Still­stand ge­kom­men. Das Brut­to­in­lands­pro­dukt pro Kopf der Be­völ­ke­rung ver­har­re seit 1995 bei 75 Pro­zent des west­deut­schen Durch­schnitts.

Als Grund­la­ge für sei­ne Pro­gno­se nann­te er bei­spiels­wei­se feh­len­de hoch­pro­duk­ti­ve Groß­un­ter­neh­men. Sol­che Struk­tu­ren sei­en kurz­fris­tig kaum zu be­he­ben. Es ge­be je­doch ein­zel­ne Wachs­tums­po­le wie Dres­den, Leip­zig, Je­na und das Ber­li­ner Um­land mit durch­aus po­si­ti­ven Per­spek­ti­ven.

Skep­tisch: Joa­chim Ra­gnitz (54), stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der ifoNie­der­las­sung Dres­den.

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