Krä­mer darf wei­ter­ma­chen

Dresdner Morgenpost - - SPORT JOURNAL -

- Bei Ener­gie Cott­bus ha­ben sich nach dem 1:1 bei Han­sa Rostock die Wo­gen wie­der et­was ge­glät­tet. Mit ih­rer kämp­fe­risch star­ken Leis­tung ha­ben die Lau­sit­zer trotz des ver­pass­ten Aus­wärts­sie­ges klar­ge­macht, dass ei­ne Trend­wen­de un­ter Trai­ner Ste­fan Krä­mer mög­lich ist. Die Ne­ga­tiv­Se­rie mit sechs Spie­len oh­ne Sieg hielt aber an.

Richard Su­ku­ta-Pa­su hat­te mit sei­nem Tref­fer in der 33. Mi­nu­te so­gar Hoff­nun­gen auf den ers­ten Drei­er seit sechs Wo­chen auf­kom­men las­sen. Doch nach dem Aus­gleich durch den Ros­to­cker Sou­fi­an Be­ny­ami­na (65.) muss­ten die Cott­bu­ser so­gar noch um den ver­dien­ten Punkt­ge­winn zit­tern. Ener­gie-Prä­si­dent Wolf­gang Neu­bert gab zu, dass der Ver­ein im Fall ei­ner Nie­der­la­ge Trai­ner Ste­fan Krä­mer wohl ent­las­sen hät­te: „Wir hät­ten uns in den Gre­mi­en zu­sam­men­ge­setzt. Ste­fan hat das ge­wusst, wir ha­ben ein of­fe­nes Ver­hält­nis. Mit die­ser Leis­tung kehrt jetzt aber erst ein­mal wie­der et­was Ru­he ein.“

Für ei­nen lo­cke­ren Spruch und ei­nen klei­nen Sei­ten­hieb auf die Kol­le­gen ist Michael He­fe­le im­mer gut. Noch bes­ser aber na­tür­lich nach so ei­nem kla­ren Er­folg.

Al­so ver­such­te Dy­na­mos Ka­pi­tän, ei­ne erns­te Mie­ne auf­zu­set­zen, was ihm aber nicht so recht ge­lang. Zu­erst be­kam Mar­vin Ste­fa­ni­ak sein Fett weg, ob­wohl der zwei­ein­halb To­re vor­be­rei­tet hat­te - un­ter an­de­rem das 2:0, das He­fe­le per Kopf in die Ma­schen wuch­te­te. „Wenn man mal bei un­se­rem Trai­ning zu­schau­en wür­de, dann wür­de man sich fra­gen, wie wir Stan­dard­to­re ma­chen ...“Im Spiel klappt das deut­lich bes­ser, auch ei­ne neue Stär­ke der Dy­na­mos. „Es kommt drauf an, dass man am Sams­tag prä­sent ist. Und da bringt der Jun­ge die Bäl­le gut rein“, gab sich He­fe­le „ver­söhn­lich“. Um sich dann Pas­cal Te­s­tro­et vor­zu­knöp­fen, mit dem er sich mo­men­tan of­fen­bar ein Ren­nen um die Vi­ze-Tor­jä­ger­kro­ne lie­fert. „Pa­co“hat­te das 3:0 ge­köpft. „Da hat er mich ein­fach klar ge­foult, weil er das Tor ma­chen woll­te - da bin ich ein biss­chen sau­er“, grins­te „He­fe“. Als Ab­wehr­chef hat er wie sein Stür­mer­kol­le­ge Te­s­tro­et be­reits drei Tref­fer auf dem Kon­to. Wenn das so wei­ter­geht, kom­men noch wel­che da­zu. Und zwar bei bei­den.

In die­ser Wo­che wer­den sich He­fe­le, Te­s­tro­et & Co. wie­der ernst­haft auf den nächs­ten Geg­ner vor­be­rei­ten. „Es geht wei­ter. Wir woll­ten die 20-Punk­te-Mar­ke kna­cken, wir sind al­le hung­rig. Jetzt heißt es: kurz freu­en, ab­schüt­teln, ab Di­ens­tag wei­ter­ma­chen“, sagt der Käpt’n.

Pas­cal Te­s­tro­et setzt sich ro­bust ge­gen die Köl­ner Ab­wehr und sei­nen Kol­le­gen Michael He­fe­le durch und köpft zum 3:0 für Dy­na­mo ein.

Ener­gie-Trai­ner Ste­fan Krä­mer (l.) be­dank­te sich bei sei­nem Tor­schüt­zen Richard Su­ku­ta-Pa­su.

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