To­tal­scha­den in Wolfsburg

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

Crash!

Boom! Bang! Als klei­ner Krat­zer im Lack lässt sich der Ab­gas-Skan­dal bei Volks­wa­gen bei­lei­be nicht ab­tun: Das Image der Wolfs­bur­ger ist völ­lig de­mo­liert. Und ganz of­fen­bar ist der Welt­Kon­zern aus Nie­der­sach­sen mit Voll­gas ins Un­glück ge­rast. Der Ver­such von VW-Chef Win­ter­korn, per Ent­schul­di­gung den Scha­den zu re­gu­lie­ren, wird nicht aus­rei­chen. Letzt­lich

sitzt der 68 Jah­re al­te Ma­na­ger als Ver­ant­wort­li­cher am Steu­er des Un­ter­neh­mens. In der Die­sel-Af­fä­re gilt er nun - ob er von den Ma­ni­pu­la­tio­nen wuss­te oder nicht - als Bruch­pi­lot. Dass VW die Ka­ta­stro­phe rasch und trans­pa­rent auf­klä­ren muss, wie der Kon­zern-Len­ker an­kün­dig­te, ist selbst­ver­ständ­lich. Doch das ent­lässt ihn nicht aus der Haf­tung. Der welt­weit ram­po­nier­te Ruf des Au­to­mo­bil-Pro­du­zen­ten ist auf lan­ge Sicht ge­wiss wie­der her­stell­bar - al­ler­dings nicht mit Win­ter­korn.

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