Schwe­re Auf­ga­be

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

Ein

kürz­lich von ei­nem sy­ri­schen Flücht­lings­kind ge­mal­tes Bild ging um die Welt: links die trost­los bru­ta­le Kriegs­welt aus der sy­ri­schen Hei­mat, rechts ein ro­tes Herz um die Deutsch­land­flag­ge. Das Ge­schenk des Mäd­chens an die baye­ri­sche Bun­des­po­li­zei - ein er­schüt­tern­des Zei­chen der Dank­bar­keit und Hoff­nung. Doch

noch ist das klei­ne Mäd­chen, und mit ihm die vie­len an­de­ren Flücht­lings­kin­der, längst nicht in Si­cher­heit: Die Un­ter­brin­gung in den Asy­l­camps, den Hal­len, ehe­ma­li­gen Bau­märk­ten und Zel­ten wird für die Kin­der eben­falls trau­ma­tisch sein. Sie le­ben wo­chen­lang mit Hun­der­ten frem­den Män­nern und Frau­en auf engs­tem Raum. Zwar

er­hal­ten sie Ablen­kung: In der Ein­rich­tung an der Bre­mer Stra­ße gibt es ein Kin­der­zelt, an der Nöth­nit­zer Stra­ße spie­len Stu­den­ten mit den Klei­nen. Doch ei­ne kind­ge­rech­te Un­ter­brin­gung sieht mei­ner Mei­nung nach we­sent­lich an­ders aus. Ei­ne

ver­dammt schwe­re Auf­ga­be. Die re­gel­mä­ßi­ge Vor-Ort-Kon­trol­le, wie sie die Grü­nen jetzt for­dern, geht in die rich­ti­ge Rich­tung und könn­te die Kleins­ten bes­ser schüt­zen.

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