Job­ver­mitt­le­rin kas­siert Amt ab

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE -

Sie hel­fen, Ar­beits­lo­se schnel­ler in Lohn und Brot zu brin­gen: Mit Ver­mitt­lungs­gut­schei­nen sol­len Job­su­chen­de pri­va­te Ver­mitt­ler be­zah­len. Doch skru­pel­lo­se Be­trü­ger ha­ben dar­aus ein Ge­schäft ge­macht. So wie An­ja R. (41), der die Staats­an­walt­schaft vor­wirft, Dut­zen­de Ma­le die Ar­beits­agen­tur ab­ge­zockt und um 61 000 Eu­ro er­leich­tert zu ha­ben.

Als pri­va­te Job­ver­mitt­le­rin soll­te An­ja R. in den Jah­ren 2009 bis 2012 ei­gent- lich Ar­beits­lo­se zu Stel­len brin­gen, die sie selbst nicht ge­fun­den hät­ten. Da­für ist die Ar­beits­agen­tur auch be­reit, bei Ein­stel­lung 1000 Eu­ro und nach sechs Mo­na­ten Ar­beit noch mal so viel zu zah­len.

Doch die ge­lern­te Groß­han­dels­kauf­frau ging an­ders vor: So ver­mit­tel­te sie bei­spiels­wei­se ei­ne Frau an de­ren ei­ge­nen Ehe­mann und kas­sier­te da­für die Prä­mie. In an­de­ren Fäl­len be­merk­ten ih­re Kun­den gar nicht, dass sie über­haupt ei­ne Ver­mitt­le­rin ein­ge­schal­tet hat­ten: „Ich ha­be mich in­itia­tiv

Aus die­sem Klein­wa­gen be­ob­ach­te­te der 52-Jäh­ri­ge aus Mit­tel­sach­sen ei­ni­ge Kin­der an der Grund­schu­le Doh­na.

Die Di­rek­to­rin der Grund­schu­le warnt in die­sem Schrei­ben vor dem Mann, des­sen Ab­sich­ten un­klar sind.

Job­ver­mitt­le­rin An­ja R. (41) zock­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit im gro­ßen Stil ab.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.