CDU am stärks­ten be­trof­fen

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRESDEN - Über­ra­schung: Die CDU war in die­sem Jahr Op­fer der meis­ten po­li­tisch mo­ti­vier­ten Straf­ta­ten in Sach­sen, die sich ge­gen Mit­glie­der, Un­ter­stüt­zer, Ein­rich­tun­gen und Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de von Par­tei­en rich­te­ten. 27 Straf­ta­ten ge­gen die CDU wur­den ver­zeich­net. Dar­un­ter dürf­ten auch Bür­ger­meis­ter sein. Jüngst grif­fen Un­be­kann­te das Bü­ro zwei­er CDU-Ab­ge­ord­ne­ter in Leip­zig an. AfD und Lin­ke wur­den Op­fer von je 20 sol­cher Straf­ta­ten, so das Lan­des­kri­mi­nal­amt. Mehr­heit­lich ging es um Sach­be­schä­di­gung, zu­dem Be­lei­di­gung und Be­dro­hung. 2015 gab es ins­ge­samt 95 sol­cher Straf­ta­ten.

CDU-Ge­ne­ral­se­kre­tär Micha­el Kret­sch­mer (40): „Wir wol­len sol­che Vor­fäl­le nicht po­li­tisch in­stru­men­ta­li­sie­ren. Wir mel­den sie der Po­li­zei, dann ist der Rechts­staat ge­fragt.“Der An­griff auf die Woh­nung von Jus­tiz­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Gem­kow (37, CDU) sei die Spit­ze ei­ner Ent­wick­lung ge­we­sen, die „uns al­le zu­tiefst be­sor­gen muss“. Er ap­pel­lier­te an die Sach­sen, nicht weg­zu­schau­en. „Die­se Leu­te be­kämp­fen uns als Ge­sell­schaft.“mor

An­grif­fe auf Po­li­ti­ker­bü­ros, wie hier in Chem­nitz, ge­hö­ren in Sach­sen mitt­ler­wei­le zum All­tag.

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