To­tal ver­föhnt

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

W er kann ihn noch stop­pen? Do­nald Trump ent­wi­ckelt sich zu Ame­ri­kas Alb­traum. Der mil­li­ar­den­schwe­re Bau­Un­ter­neh­mer mit der gol­de­nen Föhn­wel­le schickt sich an, Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat der Re­pu­bli­ka­ner zu wer­den die USA als Land der un­be­grenz­ten Un­mög­lich­kei­ten. A m „Su­per Tu­es­day“wird über fast die Hälf­te der De­le­gier­ten­stim­men ent­schie­den, die zur No­mi­nie­rung nö­tig sind. Die Chan­cen für den ur­sprüng­lich als Au­ßen­sei­ter ge­star­te­ten Trump ste­hen gar nicht schlecht. Aber mit wel­chen Fol­gen? I n ei­nem Mei­nungs­bei­trag für die „Wa­shing­ton Post“ver­glich die Har­vard-Pro­fes­so­rin Da­ni­el­le Al­len den Auf­stieg des Mul­ti-Mil­li­ar­därs mit dem Hit­lers in der spä­ten Wei­ma­rer Re­pu­blik: „Do­nald Trump zu wäh­len ist in et­wa so, als ob Sie Ihr Haus in Ord­nung brin­gen, in­dem Sie es nie­der­bren­nen.“D er Po­lit-Rü­pel er­in­nert an ei­nen dem­ago­gi­schen Ego­ma­nen, der mit sei­nen Pa­ro­len vor­gibt, Ame­ri­ka schüt­zen zu wol­len. Das Phä­no­men Trump ist viel­leicht das bes­te In­diz für die ak­tu­el­le Kri­se der so­ge­nann­ten „zi­vi­li­sier­ten“Welt - Eu­ro­pa in­klu­si­ve.

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