Bach­mann fällt auf Sa­ti­re-Sei­te

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Dumm ge­lau­fen für PE­GI­DA-Füh­rer Lutz Bach­mann (42). In sei­ner Re­de am Mon­tag­abend hetz­te er wie­der mal ge­gen die deut­sche Pres­se­land­schaft, zi­tier­te da­bei aus­führ­lich ei­nen Ar­ti­kel, der das Volk ver­ra­te. So­gar kla­gen wol­le er ge­gen die Au­to­ren. Nur wuss­te Bach­mann of­fen­bar nicht, was er da wirk­lich vor 3 000 De­mons­tran­ten vor­liest ...

Bach­mann be­zog sich auf ei­nen Be­richt der taz. Ent­rüs­tet über die Volks­ver­het­zung in der deut­schen Pres­se­land­schaft zi­tiert er Sät­ze wie: „... war­um 1945 in Dres- den ein so viel­ver­spre­chend be­gon­ne­nes Pro­jekt der Ent­na­zi­fi­zie­rung nicht aus­ge­wei­tet wur­de ...“.

Bach­mann setzt ei­nen drauf: „Ich wer­de die­se Zei­tung ver­kla­gen.“Dumm nur: Er hat sich wohl nur mit­tel­mä­ßig in­for­miert, was er da gera­de vor­liest. Die Qu­el­le ist ei­ne Sa­ti­re­sei­te, Bach­mann ist auf ei­nen Witz­ar­ti­kel rein­ge­fal­len. Das Stück „Weg mit dem Kre­tin! Ein Ma­ni­fest zur end­gül­ti­gen Ab­schaf­fung Deutsch­lands“ist auf ei­ner Un­ter­sei­te von taz.de er­schie­nen, die sich „Die Wahr­heit“nennt und ei­ne aus­ge­wie­se­ne Sa­ti­re-Sei­te ist.

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