Hartz-IV-Frau dreh­te durch

Tel­ler-Atta­cke im Job­cen­ter

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN & UMGEBUNG -

RIE­SA - Ei­ne Hartz-IVEmp­fän­ge­rin (35) ver­an­stal­te­te am Mon­tag­nach­mit­tag ge­gen 16.30 Uhr im Job­cen­ter in Rie­sa ei­nen „Pol­ter­abend“und ließ es rich­tig kra­chen. Wäh­rend ei­ner Be­ra­tung zück­te sie im Bü­ro ei­ner Mit­ar­bei­te­rin (53) plötz­lich ei­nen Por­zel­lan­tel­ler

Klei­ne Schwei­ne­rei­en brin­gen gro­ße Schwei­ne in Be­dräng­nis und so­gar Men­schen in Ge­fahr: Weil an der Au­to­bahn 4 stän­dig Es­sens­res­te aus dem Fens­ter ge­schmis­sen wer­den, kom­men Wild­schwei­ne in ge­fähr­li­che Nä­he. Um das zu ver­hin­dern, wur­de nun der Jä­ger ge­ru­fen.

Vier Ba­chen und 13 Frisch­lin­ge un­mit­tel­bar am Drei­eck Dres­den-West ver­mel­de­te das Ra­dio - ei­ne Ge­fahr für al­le Au­to­fah­rer. Des­we­gen wur­de das Lan­des­amt für Stra­ßen­bau und Ver­kehr ak­tiv. Spre­che­rin Isa­bel Sie­bert (38): „Wir ha­ben am Drei­eck Dres­den-West we­gen der Tie­re bis am Mitt­woch­abend das Tem­po auf 60 ge­senkt und den Jagd­päch­ter in­for­miert.“

Die­ser hat sich nun am Kreuz um­ge­se­hen und ei­nen Plan ent­wi­ckelt. Fern­ab der Au­to­bahn stell­te der Jä­ger Fut­ter­stän­de auf, um die Tie­re weg­zu­lo­cken. Die­se ha­ben noch mal Glück ge­habt. Dirk Höppner (53), Chef vom Dresd­ner Jagd­ver­band: „Füh­ren­de Ba­chen dür­fen nicht ge­schos­sen wer­den.“

Doch die Ge­fahr ist trotz­dem nicht ge­bannt - dar­um mahnt das Amt die Fah­rer. „Wenn die Leu­te ih­re Pom­mes-Tü­te oder den Ap­fel­griebsch aus dem Fens­ter wer­fen, lockt das die Tie­re an“, so Isa­bel Sie­bert. „Das klingt ko­misch, ist aber wirk­lich ein wich­ti­ger Fak­tor.“eho aus ih­rer Hand­ta­sche und warf ihn in Rich­tung der Be­ra­te­rin. Of­fen­bar ist das Zie­len nicht ih­re Stär­ke: Sie ver­fehl­te die Be­ra­te­rin knapp, doch der Wurf war so fest, dass der Tel­ler beim Auf­prall zu Bruch ging. Die Mit­ar­bei­te­rin er­litt ei­nen Schock und ist nun krank­ge- schrie­ben. Die ge­flüch­te­te Tel­ler­wer­fe­rin wird sich we­gen ver­such­ter ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung ver­ant­wor­ten müs­sen. „Es gibt ein Si­cher­heits­kon­zept, aber die Ge­fahr, dass es es­ka­liert, be­steht trotz­dem“, so Land­rats­amts­spre­che­rin Dag­mar Thöns. am

Fer­kel­haf­te Au­to­fah­rer lock­ten ei­ne Wild­schwein- Rot­te ans Drei­eck Dres­denWest.

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