Herz­mas­sa­ge! Er ret­te­te ei­nem Kind das Le­ben

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Mit der Fa­mi­lie, die in der un­sa­nier­ten Plat­ten-Sied­lung in Leub­nitz-Neu­os­tra ein Stock­werk über ihm wohnt, stand Ma­ik Fun­ke (49, F.) auf Kriegs­fuß. Plötz­lich trom­mel­te am Abend die Nach­ba­rin (33) trä­nen­über­strömt an Maiks Tür, schrie: „Mein Kind lebt nicht mehr. Es ist ganz blau und at­met nicht.“

Ma­ik stürm­te mit sei­ner Frau nach oben. „Sie hat sich ver- schluckt“, rief Va­ter Mat­thi­as Eh­mann (36) mit Toch­ter Yl­va (1) im Arm, drück­te sie an Ma­ik. „Ich ha­be sie um­ge­dreht, da hör­te ich sie wie­der at­men“, sagt Ma­ik.

Doch Yl­va klapp­te wie­der weg, ihr Herz schlug un­re­gel­mä­ßig. Ma­ik mas­sier­te es mit zwei Fin­gern, ret­te­te Yl­va da­mit. Die El­tern fie­len ihm dan­kend in den Arm. „Ich wuss­te was zu tun ist, da ich als Fah­rer bei den Mal­te­sern an Ers­te-Hil­fe-Kur­sen teil­neh­me“, sagt Ma­ik. Spä­ter stell­te ein Arzt im Kran­ken­haus die Dia­gno­se: Fie­ber­krampf.

Bis zu dem Abend vor drei Wo­chen herrsch­te Funk­stil­le zwi­schen den Nach­barn. „Es gab lau­te Mu­sik und Ge­schrei bis in die Nacht“, so Ma­ik. Seit Yl­vas Ret­tung ver­ste­hen sie sich gut. Und der Krach ist ver­stummt. tyx

Mar­be­lis P. (40) sag­te ges­tern ge­gen ih­re An­grei

fe­rin aus.

Der Dresd­ner Mal­te­ser-Fah­rer Ma­ik Fun­ke (49) ret­te­te der Toch­ter sei­ner Nach­barn das

Le­ben.

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