„Der ist so be­gabt, dass man Angst um ihn hat“ Pia­nist Trif­o­nov Ca­pell-Vir­tu­os in Dres­den

Dresdner Morgenpost - - KULTUR -

DRES­DEN - Nach der Sem­per­oper am Mitt­woch stell­te ges­tern in der Glä­ser­nen Ma­nu­fak­tur die Säch­si­sche Staats­ka­pel­le das Pro­gramm für die neue Sai­son vor. Ei­ne er­eig­nis­rei­che Spiel­zeit mit gro­ßen Na­men.

Als Ers­tes ge­nannt wer­den könn­te der Na­me von Chef­di­ri­gent Christian Thiele­mann, aber das wä­re we­nig über­ra­schend. Er, der in sei­ne fünf­te Dresd­ner Spiel­zeit geht, „ge­hört ge­wis­ser­ma­ßen zum In­ven­tar“, so Thiele­mann selbst. Die Ver­hand­lun­gen über ei­ne zwei­te Amts­zeit nach 2019 sol­len bald be­gin­nen.

Über­ra­schen­der für den neu­en Spiel­plan ist die Be­set­zung des Ca­pell-Vir­tu­os, der das Orches­ter durch die Sai­son hin­durch be­glei­tet. Es ist der rus­si­sche Pia­nist Da­niil Ole­go­witsch Trif­o­nov, ei­nes von zwei be­wun­der­ten Rie­sen­ta­len­ten am Pia­no der in­ter­na­tio­na­len Klas­sik­sze­ne. „Der ist so be­gabt, dass man Angst um ihn hat“, schwärmt Christian Thiele­mann. Gleich im ers­ten Kon­zert, am 2. Sep­tem­ber, kommt es zum Gip­fel­tref­fen bei­der (Mo­zarts Kla­vier­kon­zert C-Dur KV 467, Bruck­ners Sym­pho­nie Nr. 3).

Und das zwei­te Rie­sen­ta­lent? Kommt auch. Kit Arm­strong, von sei­nem För­de­rer Al­f­red Bren­del be­zeich­net als „größ­te mu­si­ka­li­sche Be­ga- bung, der ich in mei­nem gan­zen Le­ben be­geg­net bin“. In ei­nem Son­der­kon­zert (Lei­tung: Omer Meir Well­ber, 21. April ’17) im Rah­men der Mo­zar­tTa­ge der Sem­per­oper spielt der US-Ame­ri­ka­ner Mo­zarts Kla­vier­kon­zert G-Dur KV 453.

Zwei Groß­meis­ter der Su­per­la­ti­ve in Dres­den, bei­de­spie­len Mo­zart. Und es wird noch ori­gi­nel­ler: Bei­de ha­ben näm­lich am sel­ben Tag Ge­burts­tag, näm­lich mor­gen. Trif­o­nov fei­ert zum 25., Arm­strong zum 24. Mal.

Wei­te­re Na­men und Er­eig­nis­se las­sen sich her­aus­he­ben. So über­nimmt die rus­si­sche Kom­po­nis­tin So­fia Gu­bai­du­li­na zum zwei­ten Mal den Pos­ten der Ca­pell-Com­po­sit­ri­ce, lei­tet der bei­nah schon le­gen­dä­re ehe­ma­li­ge Chef­di­ri­gent Her­bert Blom­stedt vom 1. bis 3. Ju­li - we­ni­ge Ta­ge vor sei­nem 90. Ge­burts­tag am 11. Ju­li - das letz­te Sym­pho­nie­kon­zert der Sai­son. Sein De­büt in Dres­den gibt der ös­ter­rei­chi­sche Di­ri­gent Franz Wel­ser-Möst.

Der Vor­ver­kauf für die Spiel­zeit 2016/17 be­ginnt am 21. März.

gg

Pia­nist Da­niil Trif­o­nov an sei­nem In­stru­ment. Chef­di­ri­gent Thiele­mann, ein­ge­rahmt von Orches­ter­di­rek­tor Jan Nast (l.) und Chef­dra­ma­turg To­bi­as Nie­der­schlag. Pia­nist Kit Arm­strong ver­son­nen im Kon­zert.

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