Ca­ro­la von Wa­sa so oft?

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Die 128. Ober­schu­le soll ei­nen Ei­gen­na­men er­hal­ten. Stimmt der Stadt­rat zu, heißt die Schu­le am Ru­dolf-Ber­gan­derRing zu­künf­tig nach „Ca­ro­la von Wa­sa“. Doch wer war das ei­gent­lich?

Egal ob Ca­ro­la­platz, Ca­rola­b­rü­cke, Ca­ro­la­schlöss­chen, Ca­ro­la­see, Wasa­platz und Wa­sa­stra­ße: Ca­ro­la von Wa­sa-Hol­steinGot­torp (1833-1907) ist in Dres­den zu­min­dest na­mens­tech­nisch na­he­zu all­ge­gen­wär­tig.

Als ein­zi­ge Toch­ter des ehe­ma­li­gen Kron­prin­zen von Schwe­den, Prinz Gus­tav von Wa­sa, wur­de die Ad­li­ge auf Schloss Schön- brunn bei Wi­en ge­bo­ren. Um 1850 galt die schlan­ke Prin­zes­sin mit ih­ren pech­schwar­zen Haa­ren als ei­ne der Schöns­ten in ganz Eu­ro­pa. Un­ter an­de­rem hat­te Na­po­le­on III. ein Au­ge auf sie ge­wor­fen.

Das Ren­nen mach­te am En­de al­ler­dings ein Dresd­ner: 1853 hei­ra­te­te die Prin­zes­sin in Dres­den Kron­prinz Al­bert und wur­de so zwan­zig Jah­re spä­ter zur Kö­ni­gin von Sach­sen.

Be­rühmt wur­de die Kö­ni­gin vor al­lem als wun­der­schö­ner En­gel der Ar­men. Sie grün­de­te Kin­der­gär­ten und Hei­me, rief „Sup­pen­an­stal­ten“für Schul­kin­der ins Le­ben, fi­nan­zier­te das „säch­si­sche Krüp­pel­heim zu Tra­chen­ber­ge“ge­nau­so wie Hei­me oder Frau­en­ver­ei­ne. Die Mon­ar­chin starb 1907 in ih­rem Haus in Streh­len und wur­de in der Fa­mi­li­en­gruft in der Hof­kir­che bei­ge­setzt.

Stimmt der Stadt­rat der Na­mens­än­de­rung zu, soll der neue Na­me fei­er­lich zum Schul­fest im Som­mer ver­lie­hen wer­den.

Die 128. Ober­schu­le Dres­den soll eben­falls nach Ca­ro­la von Wa­sa hei­ßen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.