Ös­ter­reichs Star-Di­ri­gent Ni­ko­laus Har­non­court tot

Dresdner Morgenpost - - WELT & SHOW -

WI­EN - Mehr als 60 Jah­re präg­te er mit sei­ner Su­che nach dem Ori­gi­nal­klang die Sicht auf klas­si­sche Mu­sik - jetzt ist der ös­ter­rei­chi­sche Star­di­ri­gent Ni­ko­laus Har­non­court im Al­ter von 86 Jah­ren ge­stor­ben.

Der Cel­list und Di­ri­gent hat­te sich zu Be­ginn sei­ner Kar­rie­re mit sei­nem En­sem­ble Concentus Mu­si­kus auf Ba­rock­mu­sik kon­zen- triert. Im Lauf der Jahr­zehn­te wand­te er sei­ne his­to­ri­sche Auf­füh­rungs­pra­xis auf ein brei­tes Re­per­toire an, das auch Strauß-Wal­zer und die Sym­pho­ni­en An­ton Bruck­ners um­fass­te.

Uner­müd­lich ar­bei­te­te Har­non­court bis ins ho­he Al­ter. Erst im De­zem­ber, zu sei­nem 86. Ge­burts­tag, gab er das En­de sei­ner ak­ti­ven Ar­beit am Pult be­kannt.

Er gilt als Neu­ent­de­cker der Al­ten Mu­sik: Die Klas­sik­welt trau­ert um Ni­ko­laus Har­non­court (†86).

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