Das gro­ße Ge­scha­cher

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Fried­rich Schwarz

W äh­rend ver­zwei­fel­te Flücht­lin­ge im grie­chi­schen Grenz­la­ger Ido­me­ni nach „Ma­ma Mer­kel“rie­fen, ging in Brüs­sel das Ge­scha­cher um ei­ne Ein­bin­dung der Tür­kei bei der Be­wäl­ti­gung der Kri­se in die nächs­te Run­de. D ie Re­gie­rung in An­ka­ra, das wur­de ein­mal mehr über­deut­lich, sitzt am län­ge­ren He­bel und kann der EU ih­re Be­din­gun­gen dik­tie­ren. Da führt of­fen­bar kein Weg dran vor­bei. Das weiß auch Kanz­le­rin Mer­kel nur zu gut. M ehr Geld, vor­ge­zo­ge­ne Vi­sa-Er­leich­te­run­gen, zü­gi­ge EU-Bei­tritts­ver­hand­lun­gen - das al­les und noch viel mehr er­war­ten die Tür­kei und ihr Staats­prä­si­dent Er­do­gan. Aber bit­te schön oh­ne Ein­mi­schung in in­ne­re An­ge­le­gen­hei­ten und Be­leh­run­gen in Sa­chen De­mo­kra­tie­ver­ständ­nis, Frau­en­und Men­schen­rech­te, Pres­se­frei­heit, Um­gang mit der Op­po­si­ti­on usw.

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