Face­book-Het­zer bet­tel­te vor Ge­richt um Gna­de

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Po­li­ti­ker bei Face­book aufs Übels­te zu be­lei­di­gen ist ei­ne Straf­tat. Dass dann noch auf der Prä­senz der säch­si­schen Po­li­zei zu ma­chen, ist ei­ne Dumm­heit. Für die muss­te sich ges­tern Falk L. (41) vor dem Dresd­ner Amts­ge­richt ver­ant­wor­ten.

Im Au­gust tob­te der Na­zi-Mob in Hei­denau, Wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (56, SPD) be­zeich­ne­te die Ran­da­lie­rer als Pack. Das brach­te Falk zum Aus­ras­ten. „Stand­recht­lich er­schos­sen“ge­hö­re „die­ser As­si“. „Volks­ver­rä­ter“und „per­ver­ser Kin­der­schän­derF­reund“wa­ren wei­te­re Be­zeich­nun­gen, die er auf der Po­li­zei-Sei­te pos­te­te. Der Wirt­schafts­mi­nis­ter selbst stell­te Straf­an­trag. „Es geht mir maß­geb­lich ge­gen den Strich, dass ein Mi­nis­ter ei­ne Rie­sen­men­schen­grup­pe so als Ab­schaum be­schimpft“, so der Het­zer. Trotz­dem ent­schul­dig­te er sich und bet­tel­te um ei­ne mil­de Stra­fe. 1 200 Euro muss er jetzt be­zah­len. eho

Face­book-Het­zer Falk L. (41): Erst di­cke Lip­pe, jetzt muss er zah­len.

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