Ver­kehrs­frei­ga­be wie­der ver­scho­ben

Frei­ga­be jetzt schon zum drit­ten Mal ver­scho­ben

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

Au­to­fah­rer, die end­lich wie­der über die Al­bert­brü­cke fah­ren möch­ten, müs­sen sich noch län­ger ge­dul­den. Laut MOPO-In­for­ma­tio­nen bleibt sie bis min­des­tens Au­gust 2016 für den mo­to­ri­sier­ten Ver­kehr ge­schlos­sen. Da­bei wur­de die ein­sei­ti­ge Frei­ga­be in Rich­tung Neu­stadt schon zwei­mal ver­scho­ben, zu­nächst auf No­vem­ber, dann auf den jet­zi­gen März. Nach neu­es­ten Plä­nen sol­len Au­to­fah­rer erst En­de Au­gust auf die Brü­cke dür­fen. Dann soll auch die mo

men­ta­ne Kom­plett-Sa­nie­rung ab­ge­schlos­sen sein. Von der Zwi­schen­lö­sung pro­fi­tie­ren vor al­lem die rund 7 000 Rad­fah­rer, die täg­lich über die Brü­cke fah­ren. „Die ak­tu­el­le Re­ge­lung für Rad­ler ist ein gu­ter Zwi­schen­stand. Die kom­pli­zier­teFahrt­über­dieBe­helfs­brü­cke­war­ge­fähr­li­cher“, sagt Nils Lar­sen vom All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad Club Dres­den (ADFC). An­de­ren­falls müss­ten Rad­ler mehr­fach die Fahr­bahn kreu­zen und war­ten. Ein Rück­stau wä­re vor­pro­gram­miert. Mo­men­tan kön­nen die Rad­ler oh­ne Pro­ble­me die künf­ti­ge Au­to­spur in Rich­tung Neu­stadt nut­zen. Künf­tig tei­len sie sich an den Brücken­sei­ten er­höh­te We­ge mit Fuß­gän­gern.

Weil aus Denk­mal­schutz­grün­den das nach­ge­bil­de­te ei­gent­li­che Brü­cken­ge­län­der (1 Me­ter Hö­he) mon­tiert wur­de, hat­te die Stadt zu­sätz­lich ein vor­ge­schrie­be­nes 1,30-Me­ter-Ge­län­der hin­ter das ers­te Ge­län­der mon­tiert (MOPO be­rich­te­te). ADFC-Ver­tre­ter Lar­sen meint: „Ich glau­be, es gibt für Rad­fah­rer viel grö­ße­re Ge­fah­ren, als über ein Ge­län­der zu stür­zen.“Trotz­dem kann er die Um­set­zung des Ge­set­zes nach­voll­zie­hen. Ab En­de Au­gust sol­len dann auch Au­to­fah­rer freie Fahrt und frei­en Blick auf die zwei Ge­län­der ha­ben.

Die Al­bert­brü­cke soll noch bis En­de Au­gust rund­um sa­niert wer­den.

Das his­to­ri­sche Ge­län­der wur­de ei­gens in ei­ner Kunst­gie­ße­rei in Schmie­de­berg her­ge­stellt.

Rein­hard Koett­nitz, Chef des Stra­ßen­bau­am­tes, bei der Prä­sen­ta­ti­on des his­to­ri­schen Ge­län­ders im Ok­to­ber 2015.

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