Ba­sar in Brüs­sel

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

Dist es wirk­lich wie das be­rühm­te Feil­schen auf ei­nem tür­ki­schen Ba­sar: Die eu­ro­päi­sche Lö­sung in der Flücht­lings­fra­ge wird am En­de ein De­al, der oh­ne so man­ches Für und Wi­der nicht aus­ge­han­delt wer­den kann. Letzt­lich geht es dar­um, wie groß die Zu­ge­ständ­nis­se und Kon­zes­sio­nen auf tür­ki­scher und eu­ro­päi­scher Sei­te sein wer­den. Für

die Bun­des­kanz­le­rin lässt sich der Wert des Gip­fels noch nicht er­mes­sen. Mer­kel bit­tet wei­ter um Ge­duld. Für die Land­tags­wah­len am kom­men­den Sonn­tag in Rhein­land-Pfalz, Sach­senAn­halt und Ba­den-Würt­tem­berg wird das nicht hel­fen. In al­len drei Bun­des­län­dern wer­den Pro­test­wäh­ler der CDU - wie auch der SPD so­wie Lin­ken und Grü­nen - al­ler Vor­aus­sicht nach ei­nen Denk­zet­tel ver­pas­sen. Ob

die CDU-Che­fin aber auf lan­ge Sicht gut da­mit fährt, sich für die tür­ki­schen For­de­run­gen ein­zu­set­zen, ist frag­lich. Scha­den kann ihr das bei den an­de­ren eu­ro­päi­schen Part­nern eben­so wie in Deutsch­land. Mer­kel hat zu sehr auf An­ka­ra ge­setzt. Jetzt ha­ben die tür­ki­schen Be­din­gun­gen zur Lö­sung et­was Er­pres­se­ri­sches. Der De­al könn­te für Mer­kel zum schlech­ten Ge­schäft wer­den.

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