An­schlag auf die Bun­des­wehr

7 Las­ter auf ei­nen Streich ab­ge­fa­ckelt

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE -

Brand­an­schlag auf die Bun­des­wehr in Leip­zig: Un­be­kann­te ha­ben in der Nacht fünf Fahr­schul­Last­wa­gen der Trup­pe, die auf ei­nem Werk­statt­ge­län­de im Stadt­teil Lützschena ab­ge­stellt wa­ren, an­ge­zün­det. Auch ein An­hän­ger und zwei zi­vi­le Last­wa­gen fa­ckel­ten ab.

Ei­ne Putz­frau, die in dem Au­to­haus die Bü­ros rei­nig­te, hat­te ge­gen 2.20 Uhr ein lau­tes Zi­schen ge­hört. „Als die Frau aus dem Fens­ter schau­te, sah sie, wie un­ter den Bun­des­wehr-Last­wa­gen Flam­men lo­der­ten“, be­rich­tet Po­li­zei-Spre­cher Uwe Voigt (56).

Ob­wohl schon Mi­nu­ten spä­ter vier Feu­er­weh­ren mit den Lösch­ar­bei­ten be­gan­nen, gab es für die Fahr­zeu­ge kei­ne Ret­tung mehr. Fünf Fahr­schu­lLkws des Hee­res und ein An­hän­ger brann­ten kom­plett aus. Zwei da­ne­ben ab­ge­stell­te Las­ter ei­ner Bau­fir­ma brann­ten eben­falls ab. Ein ach­ter Lkw wur­de von den Flam­men be­schä­digt.

„Wir sind scho­ckiert - das sind Fahr­zeu­ge des Kraft­fahr­aus­bil­dungs­zen­trums Leip­zig, die in der Werk­statt zur In­spek­ti­on wa­ren“, sag­te Oberst­leut­nant Chris­toph von Lö­wens­tern (50) der Mor­gen­post. Die Aus­bil­dung der jun­gen Kraft­fah­rer kom­me nun erst ein­mal ins Sto­cken.

Wer hin­ter dem An­schlag steckt, ist bis­lang un­klar. Brand­ex­per­ten der Kri­po, Staats­schüt­zer und Mi­li­tär- po­li­zis­ten be­gan­nen un­mit­tel­bar nach den Lösch­ar­bei­ten mit den Er­mitt­lun­gen. Bis zum Abend be­kann­te sich nie­mand zu der Tat.

Bei ähn­li­chen Brand­an­schlä­gen auf acht Fahr­zeu­ge des Zolls am Neu­jahrs­tag und ein Au­to des Leip­zi­ger Ord­nungs­am­tes im Fe­bru­ar hat­ten sich Links­ex­tre­mis­ten im In­ter­net zu den Atta­cken be­kannt. In bei­den Fäl­len konn­te die Po­li­zei noch kei­ne Tä­ter er­mit­teln. Auch der 2009 ver­üb­te Brand­an­schlag auf den Bun­des­wehr-Fuhr­park Dres­den, bei dem 42 Fahr­zeu­ge zer­stört wur­den, ist bis heu­te nicht auf­ge­klärt. -bi.-

Nur noch Schrott: die aus­ge­brann­ten Fahr­schul-Last­wa­gen

der Bun­des­wehr. Laut Po­li­zei ent­stan­den ins­ge­samt meh­re­re Hun­dert­tau­send Euro

Scha­den.

Macht

sich Ge­dan­ken über die Kraft­fah­rer­aus­bil­dung am Stand­ort Leip­zig: Oberst­leut­nant Chris­toph von Lö­wens­tern (50).

Gleich vier Feu­er­weh­ren wa­ren in der Nacht im Ein­satz - doch ret­ten konn­ten sie die Last­wa­gen nicht mehr.

Ein Er­mitt­ler der Kri­po sucht an ei­nem aus­ge­brann­ten Fah­rer­haus nach Spu­ren.

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