Wei­ße Flot­te plant Ver­kauf

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE -

will das Schiff­fahrts­un­ter­neh­men sich von sei­nen bei­den klei­nen Mo­tor­schif­fen „Li­li­en­stein“(Bau­jahr 1982) und „Bad Schan­dau“(1987) tren­nen. Ge­plant ist das seit An­fang 2015.

„Wir den­ken da vor­aus“, sagt Flot­ten­che­fin Ka­rin Hil­de­brand (61). „In Zu­kunft wä­ren teu­re Um­bau­ten nö­tig, das lohnt sich nicht.“Bei­spiels­wei­se müss­te ei­ne Not­stroman­la­ge au­ßer­halb des Ma­schi­nen­raums ein­ge­baut so­wie Ret­tungs­boo­te nach­ge­rüs­tet wer­den. Hin­zu kommt, dass bei­de Mo­tor­schif­fe gera­de bei Nied­rig­was­ser schlecht ein­setz­bar sind.

Das liegt an der An­triebs­art. An­ders als die bei­den gro­ßen Mo­tor­schif­fe ver­fü­gen die klei­nen nicht über ei­nen Schot­tel­an­trieb (Pum­psys­tem). „Die Schiffs­schrau­ben der bei­den Pro­pel­ler­schif­fe kön­nen leicht be­schä­digt wer­den, wenn sie auf Grund sto­ßen“, so der Tech­ni­sche Lei­ter Gerd-Rü­di­ger De­gutsch (54). Wie teu­er die Schif­fe ver­kauft wer­den sol­len, ver­rät Ka­rin Hil­de­brand nicht.

Aber es soll wie­der Zu­wachs ge­ben. „Wir ha­ben die Füh­ler schon aus­ge­streckt.“Wie das neue Flot­ten­mit­glied ge­nau aus­sieht, steht in­des noch nicht fest. Es wird wohl aber ein „Ge­schwis­ter­chen“für „Au­gust“und „Co­sel“(bei­de ha­ben je­weils über 500 Plät­ze) mit et­wa 200 Plät­zen wer­den. Und es soll „lan­ge hal­ten und dem Zeit­geist ent­spre­chen“, wie Ka­rin Hil­de­brand sich wünscht. Für die bei­den klei­nen Mo­tor­schif­fe, die in Ber­lin ge­baut wur­den und auch auf Tal­sper­ren ver­keh­ren kön­nen, gibt es schon ei­nen In­ter­es­sen­ten.

Ein Ver­kauf der his­to­ri­schen Rad­damp­fer steht nicht zur Dis­po­si­ti­on. Die Schif­fe sind als schwim­men­de In­dus­trie­denk­ma­le ge­schützt.

Am Post­platz wur­den En­de Fe­bru­ar zehn Pla­ta­nen und Göt­ter­bäu­me ge­fällt. Am Post­platz soll auf dem Ge­län­de ge­baut wer­den. Des­halb muss­ten die Bäu­me wei­chen.

Ein An­woh­ner hat­te die Fäll­ar­bei­ten ge­stoppt. Det­lef Thiel, Lei­ter des Am­tes für Stadt­grün und Ab­fall­wirt­schaft.

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