Spreng­satz tö­tet Au­to­fah­rer

Dresdner Morgenpost - - POLITIK/WELT -

BER­LIN - Mit­ten im Be­rufs­ver­kehr ist in Ber­lin ein Spreng­satz in ei­nem Au­to ex­plo­diert - und hat den Fah­rer ge­tö­tet. Die Po­li­zei geht nach ers­ten Er­mitt­lun­gen von ei­ner ge­ziel­ten Atta­cke aus.

„Die Ver­mu­tung geht in die Or­ga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät“, sag­te ein Po­li­zei­spre­cher. Die Er­mitt­lun­gen kon­zen­trie­ren sich dem­nach auf da­sUm­feld­des­43Jah­real­tenFah­rers. Der Spreng­stoff war un­ter dem Au­to de­po­niert.

Ob der Mann sel­ber Ziel die­ses An­schlags war, konn­te noch nicht ge­klärt wer­den. Mög­li­cher­wei­se sei auch je­mand an­de­res ge­meint ge­we­sen. Der 43-Jäh­ri­ge selbst wur­de be­reits we­gen Ver­stö­ßen ge­gen das Be­täu­bungs­mit­tel­ge­setz, we­gen Falsch­geld-De­lik­ten und Glücks­spiels auf­fäl­lig.

Der Spreng­satz war wäh­rend der Fahrt des Man­nes in Ber­lin-Char­lot­ten­burg in Rich­tung In­nen­stadt hoch­ge­gan­gen. Der Fah­rer starb noch­vor­Ort. DiePo­li­zei­setz­te­ei­ne Mord­kom­mis­si­on ein. Ex­per­ten such­ten nach der Ex­plo­si­on nach wei­te­rem Spreng­stoff - sie ga­ben schließ­lich Ent­war­nung.

„Die Po­li­zei er­mit­telt jetzt mit Hoch­druck in al­le Rich­tun­gen“, er­klär­te Ber­lins In­nen­se­na­tor Frank Hen­kel (52, CDU). „Das um­fasst ex­pli­zit die Mög­lich­keit, dass es sich um ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung im Um­feld der Or­ga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät han­delt.“

Das zer­stör­te Au­to steht auf der Ber­li­ner Bis­marck­stra­ße. Der Fah­rer stirbt bei der Ex­plo­si­on.

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