Es geht ums Geld

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Seit

Ge­ne­ra­tio­nen war der Pill­nit­zer Park frei zu­gäng­lich. Schon bei „Kö­nigs“. Doch seit 2012 wird, zum Är­ger vie­ler Sach­sen, Ein­tritt er­ho­ben. Und das Geld spru­delt. Doch wie viel ge­nau, will Schlös­ser­land-Chef Strief­ler auf Nach­fra­ge nicht ver­ra­ten: „Das kann ich Ih­nen aus dem Stand nicht sa­gen. Das ist auch un­er­heb­lich. Weil wir den gan­zen Blick ha­ben.“Da­mit

spaßt man nicht. Denn der Ein­tritt er­hitzt noch im­mer die Ge­mü­ter, selbst wenn er nur wäh­rend der Gar­ten­sai­son fäl­lig ist. In die­sem Som­mer wird für die Aus­stel­lung „Im Gar­ten des Ma­ha­ra­dscha(s)“so­gar Auf­schlag er­ho­ben. So

kann es nicht blei­ben! Der Ein­tritt muss gänz­lich weg. Für im­mer. Doch Strief­ler, vom Kos­ten­druck ge­trie­ben, will die Zah­len nicht pa­rat ha­ben. Na­tür­lich kennt er gera­de die­sen Pos­ten aus­wen­dig. Jetzt sol­len die Zah­len nach­ge­reicht wer­den ... Auch

an­de­res lässt auf­hor­chen: „Das Pa­lais im Gro­ßen Gar­ten steht im Mo­ment nicht auf der Ta­ges­ord­nung“, sagt Strief­ler. Gera­de so, als wä­re dort al­les ge­tan. Da­bei geht es gar nicht al­lein um die Fest­saal-Ebe­ne (Kos­ten­schät­zung aus dem Jahr 2000: rund 20 Mil­lio­nen Euro). Es geht um ein Zei­chen für den rüh­ri­gen Ver­ein, der sich fürs Pa­lais en­ga­giert und ei­ge­nes Geld auf­wen­det. Und auch um sim­ple Din­ge: je­weils in­nen um die Be­sei­ti­gung der Trüm­me­räs­the­tik und den Ab­bau oben an­ge­brach­ter Heiz­kör­per so­wie um ei­ne ver­nünf­ti­ge Au­ßen­be­leuch­tung. Der

„ei­ge­ne Charme“, den Strief­ler für das Pa­lais kon­sta­tiert, ist 2016 nicht mehr ver­mit­tel­bar. Zu­mal der Frei­staat sich dort selbst gern bei Emp­fän­gen fei­ert. Be­richt Sei­ten 10/11

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