In ei­nem Topf - wo Kohl und Nu­deln sich glän­zend ver­ei­nen

Dresdner Morgenpost - - STARS & SOCIETY -

Rei­se­wit­zer Stra­ße 27, Dres­denLöb­tau: Dort, wo’s echt kei­ner ver­mu­tet, wird in ei­nem klei­nen Hin­ter­hof­ge­bäu­de auf gro­ßen Ge­schmack ge­setzt. Man könn­te sa­gen, hier wird die Sup­pe ein­ge­brockt, die vie­le Käu­fer spä­ter vol­ler Ap­pe­tit aus­löf­feln.

Die Cos­wi­ger Ein­töp­fe und Sup­pen sind ein Ge­nuss. Grund sind nicht nur die haus­ei­ge­nen Re­zep­tu­ren, son­dern auch die fri­schen, re­gio­na­len Zu­ta­ten. Das klingt recht ein­fach, ist aber har­te Hand­ar­beit.

Strunk ab, hal­bie­ren, vier­teln und ab geht das Mes­ser. Aber nicht durch die But­ter, son­dern durch zahl­rei­che Kohl­köp­fe. Bin­nen Se­kun­den wird aus Weiß­kohl ei­ne Sup­pen­bei­la­ge. Zwie­beln an­schmo­ren, Hack­fleisch da­zu­ge­ben und dann das fei­ne Weiß­kraut mit an­bra­ten. Gut ver­rüh­ren und mit ei­ner Würz­mi­schung und mit To­ma­ten­mark mi­schen. Zum Schluss wer­den biss­fest ge­koch­te Spi­rel­li un­ter­ge­rührt. Fer­tig sind die Kraut­nu­deln säch­si­scher Art, ma­de by Cos­wi­ger Ein­töp­fe und Sup­pen. Sie sind ei­nes der 22 Re­zep­te, die die Hand­schrift der Chefs tra­gen: Mir­ko Prit­sche, Uwe Ste­phan und Frank Hick­mann. Die drei aus­ge­bil­de­ten Fleischer und ihr Team lie­fern ih­re Sup­pen und Ein­töp­fe an acht Han­dels­ket­ten, von Rewe über Ede­ka bis hin zu Kon­sum und Kauf­land. Sie er­ken­nen die Pro­duk­te dar­an, dass sie in ei­nem Schlauch­beu­tel ver­packt wur­den. Er­kenn­bar sind sie vor al­lem aber an ih­rem gu­ten Ge­schmack. Acht bis zwölf Wo­chen kön­nen die Ein­töp­fe und Sup­pen un­ter Küh­lung ge­la­gert wer­den, egal ob glu­ten- und lak­to­se­freie Kar- tof­fel­sup­pe oder Kes­sel­gu­lasch. Al­le­samt oh­ne Zu­ga­be von Kon­ser­vie­rungs­stof­fen und Ge­schmacks­ver­stär­kern pro­du­ziert.

Weil pro­bie­ren über al­les geht, wer­den in den Märk­ten meist neun ver­schie­de­ne Pro­duk­te (ve­ge­ta­risch, ve­gan oder def­ti­ger Fleischmix) zur Ver­kos­tung an­ge­bo­ten. Gern kön­nen Kun­den Wün­sche äu­ßern. Dann wird in Löb­tau wei­ter­ge­tüf­telt. Denn „geht nicht“gibt es bei den drei Ge­schäfts­füh­rern der Cos­wi­ger Ein­töp­fe und Sup­pen nicht.

Üb­ri­gens: Ei­gent­lich müss­te es Löb­tau­erEin­töp­feun­dSup­pen­hei­ßen. Doch vor acht Jah­ren be­gann die Er­folgs­ge­schich­te der säch­si­schen OHG in Cos­wig!

Zwei Chefs, ei­ne Ar­beit: Mir­ko Prit­sche (46) und Uwe Ste­phan (52) schnei­den den Kohl für die Sup­pe.

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