Last für die Lau­sitz

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Ju­lia­ne Mor­gen­roth

Trü­be

Aus­sich­ten für die Lau­sitz: Nicht nur we­gen des Job­kahl­schlags bei Bom­bar­dier. Die gan­ze Re­gi­on steht vor ei­nem Um­bruch. Der ge­plan­te Ver­kauf der Braun­koh­le-Spar­te von Vat­ten­fall wird zur Last für die Lau­sitz. Der

nied­ri­ge Strom­preis und das mie­se Image der Koh­le samt ho­her Fol­ge­kos­ten ma­chen die Braun­koh­le-Spar­te un­at­trak­tiv und den Aus­gang des Ver­kaufs­pro­zes­ses un­ge­wiss - viel­leicht platzt er so­gar? Der

er­hoff­te Mil­li­ar­den-Er­lös rückt in wei­te Fer­ne. Im Ge­gen­teil: Ein vor­ge­schla­ge­nes Stif­tungs­mo­dell sieht so­gar ei­ne mil­li­ar­den­schwe­re Fi­nanz­sprit­ze des schwe­di­schen Staats­kon­zerns vor. Das

al­les sorgt für viel Ve­r­un­si­che­rung in der Lau­sitz. Die Kom­mu­nen sind so­wie­so schon am Rech­nen, müs­sen Mil­lio­nen an Ge­wer­be­steu­ern zu­rück­zah­len. Hin­zu

kom­men die 8 000 Be­schäf­tig­ten, die schon seit dem Ver­kaufs­be­schluss 2014 nicht wis­sen, wie es wei­ter­geht. Und wer kommt nach dem Ver­kauf für die Um­welt­schä­den auf? Jetzt

rächt sich, dass die Re­gi­on in ho­hem Ma­ße von dem schwe­di­schen Staats­kon­zern ab­hän­gig ist. Auch wenn die Staats­re­gie­rung beim Ver­kaufs­po­ker nur Zaun­gast ist: Ein Struk­tur­kon­zept samt Fi­nan­zie­rung ist zwin­gend nö­tig. Denn die Re­gi­on braucht ei­ne Per­spek­ti­ve.

Be­richt Sei­ten 10/11

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