Tat­ort des Ver­bre­chens ver­wüs­tet

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Vor drei Wo­chen wur­de ei­ne Frau (24) am Al­bert­platz ver­ge­wal­tigt. Die Po­li­zei such­te öf­fent­lich nach dem Tä­ter. Jetzt hat ei­ne fe­mi­nis­ti­sche Grup­pe den Tat­ort ver­wüs­tet.

Scher­ben, wei­ße Far­be und groß­flä­chi­ge Pa­ro­len - der Tat­ort ist jetzt für kei­nen mehr zu über­se­hen. „Am 27.02.2016 hat die Ver­ge­wal­ti­gung auf dem Al­bert­platz statt­ge­fun­den“, schreibt die ver­ant­wort­li­che Grup­pe im Be­ken­ner­schrei­ben. „Es in­ter­es­siert kei­ne Sau, wenn wie hier der Tä­ter wei­ßer Sach­se ist.“

So rich­tig ist das nicht: Al­le Me­di­en der Stadt hat­ten über das Ver- bre­chen be­rich­tet und zur Su­che nach dem Tä­ter (25 bis 30 Jah­re alt, 1,85 bis 1,90 Me­ter groß, sport­lich, ge­pflegt, blon­de Haa­re) auf­ge­ru­fen.

Den Po­lit-Van­da­len geht es aber um mehr: „Die­se Bank ist al­so nur die öf­fent­li­che Spit­ze des Eis­bergs na­mens pa­tri­ar­cha­ler Nor­mal­zu­stand, des­sen Ge­walt­för­mig­keit wir hier­mit sicht­bar ma­chen“, schrei­ben sie. Die Po­li­zei hat mitt­ler­wei­le sie­ben Zeu­gen­hin­wei­se, aber noch kei­nen Tat­ver­däch­ti­gen. Bald soll ein Phan­tom­bild ver­öf­fent­licht wer­den. Hin­wei­se: 0351/4 83 22 33. eho

Mit fe­mi­nis­ti­schen Pa­ro­len be­sprüh­ten die Ak­ti­vis­tin­nen das Ge­biet um den Brun­nen. Far­be und Glas­scher­ben mar­kier­ten ges­tern die Bank, wo die Ver­ge­wal­ti­gung statt­fand.

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