St­ein­mei­er warnt vor An­schlä­gen ge­gen Deut­sche

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

Höchs­te Alarm­stu­fe in der Tür­kei: Dort neh­men Ter­ro­ris­ten deut­sche Ein­rich­tun­gen ins Vi­sier - die­se blei­ben erst ein­mal al­le dicht.

„Ges­tern Abend er­reich­ten un­se­re Si­cher­heits­be­hör­den ei­ni­ge sehr kon­kre­te und sehr ernst zu neh­men­de Hin­wei­se, dass ter­ro­ris­ti­sche At­ten­ta­te ge­gen un­se­re deut­schen Ver­tre­tun­gen in­ner­halb der Tür­kei vor­be­rei­tet sei­en“, sag­te Au­ßen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter St­ein­mei­er (60, SPD) ges­tern in Ber­lin - nach Me­di­en-In­for­ma­tio­nen soll die Dschi­ha­dis­ten-Mi­liz Is­la­mi­scher Staat (IS) dro­hen.

St­ein­mei­er hat­te da­nach ent­schie­den, dass die Bot­schaft in An­ka­ra und das Ge­ne­ral­kon­su­lat in Istan­bul ge­schlos­sen blei­ben. Auch die Bü­ros der Fried­rich-Eber­tStif­tung und der Fried­richNau­mann-Stif­tung öff­ne­ten nicht.

Im Goe­the-In­sti­tut im Zen­trum Istan­buls wur­de der lau­fen­de Deutsch-Un­ter­richt ab­ge­bro­chen. Das deut­sche Kul­tur­in­sti­tut, das na­he der Is­ti­k­lal Cad­de­si in der In­nen­stadt sei­nen Sitz hat, schloss vor­über­ge­hend.

Der Istan­bu­ler Gou­ver­neur kri­ti­sier­te die Schlie­ßung: Die Maß­nah­men wür­den die tür­ki­sche Öf­fent­lich­keit „ne­ga­tiv be­ein­flus­sen“. St­ein­mei­er sprach von ei­ner „Vor­sichts­maß­nah­me“. Die Schutz­vor­keh­run­gen sol­len jetzt er­höht wer­den. „Das war ei­ne not­wen­di­ge Maß­nah­me, weil der Schutz der deut­schen Staats­bür­ger und der in den Ein­rich­tun­gen ar­bei­ten­den und ler­nen­den Men­schen jetzt Vor­rang ha­ben muss.“

Das Aus­wär­ti­ge Amt rät zu er­höh­ter Vor­sicht in Istan­bul, An­ka­ra und an­de­ren Groß­städ­ten der Tür­kei. Men­schen­an­samm­lun­gen - auch auf öf­fent­li­chen Plät­zen und vor Tou­ris­ten­at­trak­tio­nen - so­wie der Auf­ent­halt na­he Re­gie­rungs- und Mi­li­tär­ein­rich­tun­gen soll­ten ge­mie­den wer­den.

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