Vor­sicht vor die­sen Job-An­ge­bo­ten

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN - -bi.-

LEIP­ZIG - In Sach­sen kur­sie­ren ver­mehrt be­trü­ge­ri­sche Aus­schrei­bun­gen ver­meint­li­cher Stel­len im Ver­triebs- und Fi­nanz­be­reich. Wie Ar­beits­agen­tur und Ver­brau­cher­zen­tra­le (VZS) war­nen, ste­cken da­hin­ter Ab­zo­cke und Geld­wä­sche!

Die­se Ma­sche ist be­son­ders per­fi­de: „Vie­le Sach­sen er­hal­ten der­zeit Mails, in de­nen ver­meint­li­che Fir­men be­haup­ten, dass sie die Kon­takt­da­ten von der Ar­beits­agen­tur be­kom­men hät­ten und in Ab­stim­mung mit uns ein Job-An­ge­bot un­ter­brei­ten wür­den“, be­rich­tet Her­mann Leist­ner von der Leip­zi­ger Ar- beits­agen­tur. Ei­ne dreis­te Lü­ge!

Nach Be­ob­ach­tung der staat­li­chen Ar­beits­ver­mitt­ler prü­fen Be­trü­ger mit die­ser Me­tho­de ei­ner­seits die Au­then­ti­zi­tät der EMail-Adres­sen. „Da­nach kommt es oft zu Spam- und Tro­ja­ner-Atta­cken“, er­klärt Leist­ner. An­de­rer­seits wür­den un­se­riö­se Ver­triebs­fir­men auf die­se Wei­se ar- beit­su­chen­de Men­schen ab­zo­cken. „Es fol­gen dann meist Tref­fen in Ho­tels oder Lo­ka­len, wo den In­ter­es­sen­ten ei­ne Ver­triebs­tä­tig­keit an­ge­bo­ten wird“, weiß Leist­ner.

Der Pfer­de­fuß: Die zu ver­trei­ben­den Pro­duk­te - meist Kos­me­ti­ka oder Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel - soll der In­ter­es­sent

den An­bie­tern dann erst ab­kau­fen. „Ab­zo­cke pur!“, sagt Ar­beits­agen­tur-Spre­cher Leist­ner.

Noch ge­fähr­li­cher sind Job-An­ge­bo­te, vor de­nen ak­tu­ell die Ver­brau­cher­zen­tra­le Sach­sen warnt. „Ih­re Auf­ga­be ist die Op­ti­mie­rung der Geld­flüs­se“- in sol­chen Mails of­fe­rie­ren an­geb­li­che Per­so­nal­dienst­leis­ter der­zeit ge­ra­de­zu kri­mi­nel­le Jobs. Die In­ter­es­sen­ten sol­len auf ih­ren Kon­ten ein­ge­hen­de Geld­be­trä­ge wei­ter ins Aus­land über­wei­sen - ab­züg­lich 20 Pro­zent Pro­vi­si­on.

„Das ist Geld­wä­sche - wer sich dar­auf ein­lässt, be- kommt es schnell mit der Staats­an­walt­schaft zu tun“, warnt Ver­brau­cher­zen­tra­leChe­fin Andrea Hey­er. Laut VZS stammt das auf dem Kon­to zwi­schen­ge­park­te Geld aus kri­mi­nel­len Hand­lun­gen, bei­spiels­wei­se aus Plün­de­run­gen ge­hack­ter On­li­ne-Kon­ten.

Agen­tur-Spre­cher Her­mann Leist­ner warnt vor Job-Mails, die sich fälsch­li­cher­wei­se auf die Ar­beits­agen­tur be­zie­hen.

Das Ent­set­zen ist nach­her oft groß, wenn man sich auf die per E-Mail an­ge­bo­te­nen Jobs ein­lässt.

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