Ein Akt der Ver­gel­tung

Dresdner Morgenpost - - POLITIK - Von Tho­mas Sch­mitt

V ie­les deu­tet auf ei­nen Ra­che­akt: Nur vier Ta­ge nach der Ver­haf­tung des Pa­ris-Draht­zie­hers schlägt der Is­la­mi­sche Staat in Bel­gi­en zu. Ein schwar­zer Tag für Eu­ro­pa! Au­ßer Trau­er und Ent­set­zen blei­ben Fra­gen: Wie hoch ist das An­schlags­ri­si­ko bei uns in Deutsch­land? Wie­so war die Atta­cke nicht zu ver­hin­dern? Ha­ben die bel­gi­schen Be­hör­den ver­sagt? W ie­der ein­mal zeigt sich: Här­te­re Ge­set­ze und schär­fe­re Kon­trol­len nüt­zen - al­lem hys­te­ri­schen Ge­schrei zum Trotz - nur we­nig. Mit Vi­deo-Über­wa­chung und Vor­rats­da­ten­spei­che­rung wird der is­la­mi­sche Ter­ro­ris­mus kaum zu stop­pen sein. Es muss dar­um ge­hen, dem Fa­na­tis­mus den Nähr­bo­den zu ent­zie­hen - so­wohl in Eu­ro­pa, aber auch in den Ter­ror­nes­tern im Na­hen Os­ten. Die Idee der Frei­heit darf da­bei nicht auf der Stre­cke blei­ben.

Drei Ver­däch­ti­ge wur­den am Flug­ha­fen ge­filmt. Ei­ner soll auf der Flucht nach Deutsch­land sein. Ver­stärk­te Po­li­zei­prä­senz am Flug­ha­fen Frank­furt/Main. Sa­ni­tä­ter küm­mern sich um Ver­letz­te nach der De­to­na­ti­on in der U-Bahn-Sta­ti­on.

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