Der Schwei­ne­bau­er

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

Dass mit Ge­trei­de und Fleisch an der Bör­se spe­ku­liert wird, fin­det Schwei­ne­züch­ter Jörg Schi­cketanz (49) aus Frem­dis­wal­de ei­ne „Rie­sen­saue­rei“. Für ihn ist das die Ur­sa­che der Kri­se in der Land­wirt­schaft. „Da wird die Wert­schöp­fung mit Fü­ßen ge­tre­ten“, echauf­fiert sich der Agrar-Chef (45 Mit­ar­bei­ter). Weil Schwei­ne­bau­ern mitt­ler­wei­le nur noch 1,25 Euro pro Ki­lo Fleisch er­lö­sen, hat Schi­cketanz die Ver­mark­tung selbst in die Hand ge­nom­men. Als Di­rekt­ver­käu­fer kann er zu­min­dest bis zu 1,60 Euro er­zie­len. „Doch auch das reicht nicht, um wirt­schaft­lich zu pro­du­zie­ren“, sagt Schi­cketanz. Das Über­le­ben der Schwei­ne­mast si­chert sein zwei­tes Stand­bein - der Acker­bau, der die Tier­hal­tung sub­ven­tio­niert.

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