Der Rin­der­züch­ter

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

„Nach der Wen­de ha­be ich 8 D-Mark für das Ki­lo Rind­fleisch be­kom­men, jetzt sind es gera­de mal 3,60 Euro“, sagt Stef­fen Rich­ter (54), Chef der Ner­chau-Mutz­sche­ner Agrar Gm­bH. Der dop­pel­te Er­lös wä­re für ihn not­wen­dig, um wirt­schaft­lich ar­bei­ten zu kön­nen. Rich­ter: „Die Kos­ten sind er­heb­lich ge­stie­gen und die Auf­la­gen für Tier­hal­tung im­mer mehr ge­wor­den.“Doch seit der BSE-Kri­se 2000 sind die Rind­fleisch-Prei­se dau­er­haft im Kel­ler. „Im Re­stau­rant zah­len die Leu­te mitt­ler­wei­le 30 Euro für ein Rin­der­steak, doch bei uns Er­zeu­gern kommt nichts an“, klagt Rich­ter. Weil er das Fut­ter für sei­ne 800 Rin­der auf den Äckern selbst pro­du­ziert und Tie­re züch­tet, an­statt sie zu­zu­kau­fen, hat sein Be­trieb (18 Mit­ar­bei­ter) bis­her über­lebt.

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