Hil­fe vom Rich­ter

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Dirk Hein

Vor

knapp ei­nem Jahr ließ Re­gi­ne Tö­be­rich als letz­te Es­ka­la­ti­ons­stu­fe im Kampf um ihr Bau­pro­jekt Ma­ri­na Gar­den ein Stück El­be­rad­weg weg­bag­gern. Doch da­nach wur­de des­halb nichts ein­fa­cher. Frau

Tö­be­rich ver­lor sich zu­neh­mend im Kampf dar­um, ver­meint­li­che Skan­da­le im Um­welt­amt auf­zu­de­cken, die ge­fühlt nur am Ran­de et­was mit ih­rem Bau­pro­jekt zu tun hat­ten. Rich­ter

Hög­ner schaff­te es ges­tern, all die­sen Ne­ben­kriegs­schau­plät­zen die Be­deu­tung zu neh­men. Das Ge­richt re­du­zier­te den ge­sam­ten seit Jah­ren schwe­len­den Streit auf ei­ne ein­fa­che Fra­ge: Näm­lich ob die Stadt­ver­wal­tung ei­ne Bau­vor­an­fra­ge so lan­ge hin­aus­zö­gern darf, bis die neue Rats­mehr­heit ge­gen­tei­li­ge Tat­sa­chen schaf­fen konn­te. Das

Ge­gen­teil ist der Fall. Frau Tö­be­rich hat­te ei­nen An­spruch dar­auf, dass ihr Bau­pro­jekt vor den Ver­hin­de­rungs­plä­nen von Rot-Rot-Grün ge­schützt wird. Die Stadt hat al­so höchst­wahr­schein­lich nicht recht­mä­ßig ge­han­delt. Die

Ent­schä­di­gungs­sum­me da­für könn­te ir­gend­wo zwi­schen 3 und 24 Mil­lio­nen Euro lie­gen. Ein ho­her Preis, den Dres­den wo­mög­lich da­für zah­len muss, dass die Bau­flä­che an der El­be frei bleibt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.