„Der Him­mel hat ei­nen neu­en Spiel­ma­cher“

Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL -

BAR­CE­LO­NA - Die Fuß­ball­Welt ver­neig­te sich an­däch­tig vor dem „bes­ten Spie­ler al­ler Zei­ten“- und war ver­eint in der Trau­er um das ver­stor­be­ne Ge­nie Jo­han Cruyff.

„Der Him­mel hat ei­nen neu­en Spiel­ma­cher“, ti­tel­te The Sun und zeig­te den „Uns­terb­li­chen“im Oran­je-Tri­kot: Mit der le­gen­dä­ren Num­mer 14 auf dem Rü­cken und dem Ball am Fuß. Die L’Equi­pe­färb­teih­re Über­schrift imGe­den­ken an Cruyff so­gar oran­ge ein und schwärm­te: „Er war das Spiel.“

Ei­nen Tag vor Kar­frei­tag war der „Ho­he­pries­ter des nie­der­län­di­schen Fuß­balls“(The New York Ti­mes) an den Fol­gen sei­ner Lun­gen­krebs-Er­kran­kung im Al­ter von 68 Jah­ren in Bar­ce­lo­na ge­stor­ben. „Ich bin ge­schockt. Er war nicht nur ein sehr, sehr gu­ter Freund, son­dern wie ein Bru­der für mich“, sag­te Franz Be­cken­bau­er über sei­nen lang­jäh­ri­gen Weg­ge­fähr­ten. Mi­chel Pla­ti­ni be­zeich­ne­te Cruyff als „bes­ten Fuß­bal­ler al­ler Zei­ten“und war un­tröst­lich: „Die Welt hat ei­nen gro­ßen Mann ver­lo­ren. Ich ha­be ihn be­wun­dert“, sag­te der ge­sperr­te UE­FA-Prä­si­dent.

Cruyff sei „fried­lich“und „im Krei­se sei­ner Fa­mi­lie nach ei­nem har­ten Kampf ge­gen den Krebs“ge­stor­ben, hieß es auf der Home­page von Cruyffs Stif­tung. Nach Be­kannt­wer­den der Nach­richt un­ter­bra­chen gro­ße nie­der­län­di­sche TV-Sen­der so­fort das lau­fen­de Pro­gramm und be­rich­te­ten in Son­der­sen­dun­gen vom Tod ih­res „Kö­nig Jo­han“. Das Län­der­spiel zwi­schen Ita­li­en und Spa­ni­en wur­de für ei­ne Schwei­ge­mi­nu­te un­ter­bro­chen - selbst­ver­ständ­lich in der 14. Mi­nu­te.

Jo­han Cruyff (l.) 1974 im WM-Fi­na­le ge­gen Franz Be­cken­bau­er.

Mi­chel Pla­ti­ni

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