Knatsch um Auf­zug zur Brühl­schen Ter­ras­se

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Bau­pro­jek­te ein­fach pla­nen, fi­nan­zie­ren und um­set­zen - so ein­fach ist das in Dres­den nicht. Da kann selbst ein ein­fa­cher Auf­zug schnell zum Po­li­ti­kum wer­den …

Bei­spiel Frei­trep­pe vom Schloß­platz auf die Brühl­sche Ter­ras­se. 1814 in nur vier Mo­na­ten er­baut, soll jetzt ein Auf­zug den Zu­gang er­leich­tern. Al­lein die Pla­nun­gen da­für dau­ern be­reits meh­re­re Jah­re. Das Pro­blem: Der Auf­zug soll ins Stän­de­haus ne­ben der Trep­pe in­te­griert wer­den. Das Haus ge­hört dem Frei­staat. Der will sich die Bau­kos­ten mit der Stadt 50:50 tei­len.

Ge­braucht wird et­wa ei­ne Mil­li­on Eu­ro. Die Stadt Dres­den will aber nur 250000 Eu­ro da­zu­ge­ben. Und selbst da­bei gibt es Un­stim­mig­kei­ten: „Der Zeit- punkt der Aus­zah­lung hängt da­von ab, wann der Fahr­stuhl ein­ge­baut wird. Der Frei­staat Sach­sen hat die Stadt noch nicht über ei­nen Bau­be­ginn in­for­miert“, so Do­ris Oser, Re­fe­ren­tin des Bau­bür­ger­meis­ters Raoul Schmidt-La­mon­tain (39, Grü­ne).

Dar­auf kann die Stadt lan­ge war­ten: „Das An­ge­bot der Lan­des­haupt­stadt Dres­den wur­de we­gen der ge­rin­gen Hö­he bis­her nicht an­ge­nom­men“, sag­te Fi­nanz­mi­nis­ter Ge­org Un­land (62, CDU) auf ei­ne Klei­ne An­fra­ge der Ab­ge­ord­ne­ten Ali­ne Fied­ler (39, CDU).

Da­bei wird der Auf­zug drin­gend ge­braucht. Ste­fan Wick­lein (35) vom Ver­band der Kör­per­be­hin­der­ten Dres­dens: „Der Auf­zug ist not­wen­dig, aber ich glau­be an kei­ne schnel­le Lö­sung.“dbr

Der Auf­zug an der Brühl­schen Ter­ras­se soll an das Stän­de­haus ge­baut wer­den.

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