Freu­de auf EM und Ba­by! Ewi­ger Pol­di will „kein Mas­kott­chen“sein

Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL -

AS­CO­NA - Da ist er wie­der, der „Deutsch­land-Pol­di“. Mit sei­nem ein­neh­men­den Lä­cheln und ei­nem herz­li­chen Au­gen­zwin­kern ka­per­te Lu­kas Po­dol­ski das Pres­se­po­di­um im Trai­nings­camp in As­co­na.

„Es ist herr­lich wie im­mer“, sag­te der Im­mer-da­bei-Pro­fi zur Be­grü­ßung. Nach dem Po­kal­sieg in der Tür­kei mit Ga­la­ta­sa­ray Istan­bul ist Po­dol­ski erst in der zwei­ten Schwei­zer Wo­che in die EM-Vor­be­rei­tung des Na­tio­nal­teams ein­ge­stie­gen.

Ent­ge­gen den Emp­feh­lun­gen ei­ni­ger Kri­ti­ker er­mög­licht Joa­chim Löw sei­nem Lieb­lings­schü­ler das sieb­te gro­ße Tur­nier mit dem DFB-Team. „Ich weiß, dass Lu­kas die Leis­tung noch brin­gen kann, die wir von ihm er­war­ten“, be­grün­de­te der Bun­des­trai­ner die No­mi­nie­rung. Löw braucht „die Per­sön­lich­keit“Po­dol­ski: Der noch 30-Jäh­ri­ge ist im­mer ab­so­lut mo­ti­viert und mo­ti­viert zugleich sei­ne Kol­le­gen.

Po­dol­ski hat we­nig ge­spielt in der Na­tio­nal­mann­schaft in der EM-Sai­son, be­schei­de­ne 17 Mi­nu­ten wa­ren es bis­lang. Von ei­nem Platz in der Start­elf ist der Of­fen­siv­mann schon seit län­ge­rer Zeit weit ent­fernt. Dass er in ei­ni­gen Me­dien­be­rich­ten des­halb schon als Mas­kott­chen be­zeich­net wur­de, är­gert Po­dol­ski ge­wal­tig.

Und er wird ernst: „Als Mas­kott­chen bin ich be­stimmt nicht hier­her­ge­kom­men“, sag­te der ge­bür­ti­ge Po­le und for­der­te ei­nen re­spekt­vol­le­ren Um­gang: „Das ist ei­ne Un­ver­schämt­heit, das ha­be ich nicht ver­dient.“Er ha­be über 100 Län­der­spie­le ab­sol­viert und ste­he vor sei­nem sieb­ten Tur­nier. „Ich ha­be ei­ne wich­ti­ge Rol­le“, er­klär­te der Welt­meis­ter.

Die gu­te Sai­son bei Ga­la­ta­sa­ray, ge­krönt von sei­nem Kopf­ball­tor zum Po­kal­sieg, hat Po­dol­ski wie­der stär­ker ge­macht. Dass er da­mit auch die Lie­be zum Fuß­ball zu­rück­ge­won­nen hat, wies er aber mit Au­gen­zwin­kern zu­rück: „Die Lie­be zum Fuß­ball ist so wie die Lie­be zur Fa­mi­lie und zur Frau: Die ist im­mer da.“Mit sei­ner Frau Mo­ni­ka freut er sich auf das ge­mein­sa­me zwei­te Kind nach Sohn Lou­is. „Ich war­te je­den Tag drauf, dann ma­che ich den Ab­flug nach Hau­se“, be­rich­te­te Po­dol­ski.

„Mas­kott­chen“? Lu­kas Po­dol­ski for­dert mehr Re­spekt ge­gen­über sei­ner Per­son ein.

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