Im­mer mehr Aus­län­der sit­zen im Ge­fäng­nis

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - In Sach­sens Ge­fäng­nis­sen wächst die Zahl aus­län­di­scher Häft­lin­ge - von Ja­nu­ar bis Mai um fast ein Fünf­tel. Ins­ge­samt ha­ben ak­tu­ell 844 der 3 589 In­haf­tier­ten kei­nen deut­schen Pass. Macht ei­nen An­teil von 23,5 Pro­zent. Ihr An­teil steigt seit März 2014 kon­ti­nu­ier­lich (MOPO be­rich­te­te). Fast die Hälf­te der in­haf­tier­ten Aus­län­der stammt aus Nicht-EU-Staa­ten oder sind staa­ten­los.

2015 wur­den an säch­si­schen Ge­rich­ten 42 343 Ju­gend­li­che und Er­wach­se­ne ver­ur­teilt, 7 109 bzw. 16,8 Pro­zent von ih­nen wa­ren Aus­län­der oder Staa­ten­lo­se, so ein Mi­nis­te­ri­ums­spre­cher.

Wie vie­le von ih­nen Asyl­be­wer­ber sind, wird in der Re­gel nicht sta­tis­tisch er­fasst. So­weit be­kannt, war zum Stich­tag 18. April 2016 der Auf­ent­halts­sta­tus von 69 In­haf­tier­ten un­be­kannt, 66 wa­ren ge­dul­det, 23 ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber und neun wei­te­re Per­so­nen sa­ßen in Ab­schie­be­haft, so das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um auf An­fra­ge der Links­frak­ti­on. Je­der drit­te war Nord­afri­ka­ner, zehn Pro­zent stamm­ten aus Ost­eu­ro­pa.

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