Machtan­ord­nung

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

Pssst! Jetzt kom­men ganz ge­hei­me In­for­ma­tio­nen, die Sie bes­ser gar nicht erst le­sen soll­ten. Es ist näm­lich al­les ganz furcht­bar und noch viel schlim­mer als ge­dacht: Die­ser Bun­des­prä­si­dent hält sich an wirk­lich gar kei­ne Ab­spra­chen, son­dern tritt ein­fach nicht mehr an, noch be­vor ihn die Bil­der­berg­kon­fe­renz ab­set­zen konn­te! Das ist un­er­hört. Auch die Kanz­le­rin wi­der­setz­te sich ih­rer be­schlos­se­nen Thro­nen­t­he­bung und nahm die (ver­gif­te­te) Ein­la­dung nach Dres­den gar nicht erst an. Das wird ihr na­tür­lich nichts nut­zen, denn die ge­hei­me Welt­re­gie­rung lässt be­reits per Fern­steue­rung die Rol­len an ih­rem Bü­ro­stuhl im Kanz­ler­amt lo­ckern. Fol­ge: Mer­kel wird stür­zen.

Wo­her wir das al­les schon wie­der wis­sen? Fra­gen Sie lie­ber nicht! Viel wich­ti­ger ist, wer Gauck und Mer­kel nach­fol­gen wird. Wir ha­ben in der Müll­ton­ne des Ta­schen­berg­pa­lais so tief ge­wühlt, bis wir den zer­knüll­ten Zet­tel mit dem Na­men ge­fun­den ha­ben: Sta­nislaw Til­lich. Bit­te? Der ist so­wie­so of­fi­zi­ell ein­ge­la­den? Ja eben!!! Das be­stä­tigt doch al­les. Er darf sich beim Din­ner ein Stück Eier­sche­cke an Stol­len zum Blüm­chen­kaf­fee neh­men und kriegt dann ge­sagt, dass er künf­tig Kanz­ler und Prä­si­dent in Per­so­nal­uni­on zu sein hat. Be­grün­dung: pfle­ge­leicht. Denn auch die Bil­der­ber­ger wis­sen: Dor Sach­se duhd nich gniedschn, dor Sach­se singt ä Liedschn.

Glau­ben Sie nicht? Wir aber! Es gibt dar­über hin­aus wei­te­re un­schlag­ba­re In­di­zi­en für die Macht­über­tra­gung an ei­nen Sach­sen. Am Mitt­woch wur­de ein Luft­han­sa-Jum­bo auf den Na­men Dres­den ge­tauft, die nächs­ten Flug­zie­le sind schon ein­ge­ge­ben: To­kio, Hong­kong, Me­xi­ko Ci­ty, Pe­king, Sao Pau­lo, Jo­han­nes­burg, Bu­e­nos Ai­res und Chi­ca­go. Al­les frem­de Län­der! Aber eben al­les auch Ko­or­di­na­ten für die Sta­ni-Force-One, mit der Til­lich bald zu sei­nen An­tritts­be­su­chen als Deutsch­land-Chef flie­gen muss. Ha! Noch ein Be­weis? Hier: Die Frei­staats-Re­kla­me „So geht säch­sisch“hat die­se Wo­che schon wie­der ei­nen Preis ge­won­nen. Wenn selbst das mög­lich ist, lässt sich ein Sach­se als Bun­des­prä­si­den­ten­kanz­ler de­fi­ni­tiv nicht mehr ver­hin­dern.

Mor­gen­pos­tKo­lum­nist Ste­fan Lo­cke

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