Ca­me­ron warnt Bri­ten vor mas­si­ven Ein­schnit­ten

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

LONDON - Zehn Ta­ge noch bis zum Br­ex­it-Re­fe­ren­dum der Bri­ten. Der Ton wird schär­fer, die Stim­mung ge­reiz­ter. Pre­mier Da­vid Ca­me­ron (49) malt für den Fall des EU-Aus­tritts das Schreck­ge­spenst von Ren­ten­kür­zun­gen an die Wand.

Im Schluss­spurt zum his­to­ri­schen Re­fe­ren­dum der Bri­ten spü­ren die Br­ex­it-Be­für­wor­ter Auf­wind. 55 Pro­zent wol­len laut ei­ner On­li­ne-Um­fra­ge am 23. Ju­ni für den Aus­tritt stim­men. 45 Pro­zent sei­en für den Ver­bleib Groß­bri­tan­ni­ens in der Ge­mein­schaft. Ei­ne Um­fra­ge im Auf­trag des „Ob­ser­ver“sieht das eu­ro­pa­freund­li­che La­ger mit 44 Pro­zent leicht vor den Aus­tritts­be­für­wor­tern mit 42 Pro­zent. 13 Pro­zent der Be­frag­ten sei­en un­ent­schlos­sen.

Ca­me­ron warn­te die Br­ex­it-Be­für­wor­ter vor schmerz­haf­ten Kür­zun­gen der Ren­ten und im Ge­sund­heits­sek­tor. Ein Aus­tritt könn­te bis 2020 ein „Loch von 40 Mil­li­ar­den Pfund“(der­zeit 51 Mil­li­ar­den Eu­ro) in die Staats­kas­se rei­ßen. Br­ex­it-Wort­füh­rer Ni­gel Fa­ra­ge (523) sieht Eu­ro­pa da­ge­gen nach dem Vo­tum am En­de. „Die EU steht vor dem Kol­laps“, sag­te der Chef der Un­ab­hän­gig­keits­par­tei Ukip. „Nach uns wer­den an­de­re nörd­li­che Län­der aus­tre­ten, eins nach dem an­de­ren.“

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