NA­TO rüs­tet ge­gen Mos­kau auf

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter wol­len Ost-Flan­ke stär­ken

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

Der Luf­t­raum wird über­wacht, Ma­nö­ver wer­den ver­stärkt und jetzt auch noch Trup­pen ver­legt: Die NA­TO setzt ih­ren Ab­schre­ckungs­kurs ge­gen Russ­land fort. Tau­sen­de Sol­da­ten schickt die Mi­li­tär-Al­li­anz ins öst­li­che Bünd­nis­ge­biet.

Deutsch­land ge­hört ne­ben den USA, Groß­bri­tan­ni­en und wahr­schein­lich Ka­na­da zu den vier Län­dern, die den Trup­pen­auf­marsch an­füh­ren. Die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter des Bünd­nis­ses tra­fen sich in Brüs­sel, um vorm NA­TO-Gip­fel am 8. und 9. Ju­li in War­schau die Wei­chen für die Ent­sen­dung von et­wa 4 000 Sol­da­ten nach Po­len, Lett­land, Est­land und Li­tau­en zu stel­len. NA­TO-Ge­ne­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg (57) be­ton­te aber, dass nie­mand ei­ne Kon­fron­ta­ti­on mit Russ­land su­che: „Wir wol­len kei­nen neu­en Kal­ten Krieg.“Die nord­öst­li­chen Mit­glied­staa­ten der NA­TO füh­len sich seit der rus­si­schen Anne­xi­on der Krim vor gut zwei Jah­ren von ih­rem mäch­ti­gen Nach­barn be­droht.

Das west­li­che Mi­li­tär-Bünd­nis hat be­reits mit zu­sätz­li­chen Ma­nö­vern - et­wa ak­tu­ell „Sa­ber Stri­ke“im Bal­ti­kum -, ver­stärk­ter Luf­t­raum-Über­wa­chung und dem Auf­bau ei­ner schnel­len Ein­greif­trup­pe für Kri­sen­si­tua­tio­nen re­agiert.

Es wird er­war­tet, dass die Bun­des­wehr das Ba­tail­lon in Li­tau­en mit meh­re­ren Hun­dert Sol­da­ten an­füh­ren wird. Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (57, CDU) woll­te das aber noch nicht be­stä­ti­gen: „Die De­tails, wo das ist und wie das aus­ge­stal­tet ist, die sind noch in der Dis­kus­si­on. Aber Sie kön­nen sich dar­auf ver­las­sen, dass wir un­se­re Ver­ant­wor­tung da wahr­neh­men.“

NA­TO-Ge­ne­ral­se­kre­tär Stol­ten­berg (57) er­höht die Mi­li­tär­prä­senz in Ost­eu­ro­pa, be­tont aber: „Wir wol­len kei­nen neu­en Kal­ten Krieg.“

Pan­zer-Auf­marsch im Bal­ti­kum: Bis zum 21. Ju­ni pro­ben dort rund 10 000 Sol­da­ten aus 13 Staa­ten in ei­nem in­ter­na­tio­na­len Ma­nö­ver den Ernst­fall.

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