Kopf­los im Krei­se

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN - Von Do­mi­nik Brüg­ge­mann

PE­GI­DA dreht sich rechts im Kreis her­um. Das ist meist die ein­zi­ge Nach­richt, die nach ei­nem De­mo-Mon­tag und ei­ner PE­GI­DA-Run­de ab­fällt. Die Bot­schaft, die nach 1,5 Jah­ren hän­gen bleibt, ist „Mer­kel muss weg“und „Lü­gen­pres­se“und ir­gend­was un­ter der Gür­tel­li­nie ge­gen den Is­lam.

Manch Wis­sen­schaft­ler, Po­li­ti­ker und Jour­na­list sieht in der Be­we­gung die gro­ße Bür­ger­be­we­gung. Doch misst man PE­GI­DA an ih­ren Er­geb­nis­sen, dann zer­platzt da ei­ne ge­wal­ti­ge lee­re Luft­bla­se. Nur die AfD pro­fi­tier­te, mit­nich­ten PE­GI­DA, auch wenn es Über­schnei­dun­gen gibt.

Es ist wie beim Fuß­ball: Die An­hän­ger ge­hen zum un­ter­klas­si­gen Club, auch wenn es kei­ne Er­fol­ge zu feiern gibt.

Am En­de gibt’s die 700-Sei­ten-Chro­nik für die Trup­pe trotz­dem. Die leg­te jetzt der selbst­er­nann­te PE­GI­DA-Ver­ste­her Pro­fes­sor Pat­zelt von der TU Dres­den vor. Er rät PE­GI­DA, we­ni­ger ra­di­kal rechts zu sein, und Jour­na­lis­ten, sei­ne wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en zu le­sen. Die le­se ich ger­ne, wenn PE­GI­DA die in­halt­li­che Ra­di­ka­li­tät auf­gibt.

Mit dem Zer­würf­nis des Or­ga-Teams um Bach­mann und Fes­ter­ling ist ein An­fang ge­macht. Ein Er­folg der Bür­ger­be­we­gung ist das al­ler­dings nicht.

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