Lo­voo-Chefs wie­der frei

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN & UMGEBUNG -

Kaum ver­haf­tet, schon wie­der drau­ßen: Ges­tern setz­te die Staats­an­walt­schaft Dres­den nach ei­ner Wo­che die Haft­be­feh­le der Lo­voo-Bos­se Ben­ja­min Bak (28) und Alex­an­der Frie­de (38) au­ßer Voll­zug. Der drit­te Ge­schäfts­füh­rer Björn Bak (33) muss­te gar nicht erst ein­rü­cken.

„Auf un­se­ren Auf­trag hin wur­den die Haft­be­feh­le au­ßer Voll­zug ge­setzt“, sagt Ober­staats­an­walt Lo­renz Haase (56). „Bei­de ha­ben um­fang­reich aus­ge­sagt. Da­mit ist die Flucht­ge­fahr deut­lich ge­min­dert.“Ganz dar­auf ver­las­sen will sich die Staats­an­walt­schaft je­doch nicht: Wie schon sein Bru­der zu­vor, muss­te Ben­ja­min Bak 300000 Eu­ro Kau­ti­on und sei­nen Rei­se­pass hin­ter­le­gen, um vor­erst wie­der auf frei­en Fuß zu kom­men. Bei sei­nem Kol­le­gen Alex­an­der Frie­de reich­ten 100 000 Eu­ro.

Ge­gen das Trio so­wie wei­te­re An­ge­stell­te wird we­gen ge­werbs­mä­ßi­gen Be­trugs er­mit­telt. Sie sol­len für fal­sche Frau­en-Pro­fi­le in der Flirt-App ver­ant­wort­lich sein, die un­wis­sen­de Män­ner zu kos­ten­pflich­ti­gen Di­ens­ten ver­lei­tet ha­ben sol­len. Der Scha­den soll 1,2 Mil­lio­nen Eu­ro be­tra­gen. Am 8. Ju­ni hat­te das Lan­des­kri­mi­nal­amt un­ter an­de­rem die Zen­tra­le in Dres­den ge­stürmt, da­bei die Ge­schäfts­füh­rer ver­haf­tet. Bei ei­ner Ver­ur­tei­lung dro­hen ih­nen lang­jäh­ri­ge Ge­fäng­nis­stra­fen. eho

Alex­an­der Frie­de (38) Ben­ja­min Bak (28)

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