Til­lich wür­digt SED-Ver­folg­te

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Kurz vor dem Jah­res­tag des Volks­auf­stan­des in der DDR am mor­gi­gen 17. Ju­ni hat Mi­nis­ter­prä­si­dent Sta­nislaw Til­lich (57, CDU) da­zu auf­ge­ru­fen, die Er­in­ne­rung an die Op­fer po­li­ti­scher Ver­fol­gung wach­zu­hal­ten. Ge­mein­sam mit dem Lan­des­be­auf­trag­ten für die Sta­si-Un­ter­la­gen, Lutz Ra­the­now (63), wür­dig­te er bei ei­ner Ge­denk­ver­an­stal­tung Men­schen, die in der So­wje­ti­schen Be­sat­zungs­zo­ne und frü­hen DDR ver­folgt und po­li­tisch in­haf­tiert wa­ren.

Der don­nern­de Tief­flug zwei­er Kampf­jets der Luft­waf­fe sorg­te letz­te Wo­che für Är­ger in der Säch­si­schen Schweiz. An­woh­ner be­schwer­ten sich, Tou­ris­ten wa­ren em­pört, Na­tur­schüt­zer warn­ten vor ei­nem ge­fähr­li­chen Ein­griff in den emp­find­li­chen Na­tio­nal­park.

„Hier be­geg­net uns ein Kräf­te­ungleich­ge­wicht, wo ein­deu­tig Na­tur­schutz so­wie Lärm­schutz den Kür­ze­ren zie­hen“, schimpft et­wa Ines Kum­mer vom Grü­nen-Kreis­ver­band Schweiz-Os­terz­ge­bir­ge.

Doch die Luft­waf­fe ver­tei­digt die um­strit­te­nen Ma­nö­ver. „Tief­flug­an­tei­le ge­hö­ren zum Ein­satz­spek­trum der Be­sat­zung von Kampf­flug­zeu­gen und sind bei Sze­na­ri­en im Aus­lands­ein­satz durch­aus gän­gig“, so ein Spre­cher der Luft­waf­fe. Die Euro­figh­ter-Pi­lo­ten des Tak­ti­schen Luft­waf­fen­ge­schwa­ders 74 in Neu­burg an der Do­nau kreuz­ten letz­ten Mitt­woch vor der Bas­tei auf, um­run­de­ten den Li­li­en­stein. Laut Luft­waf­fe flo­gen sie in ei­ner Hö­he zwi­schen 195 Me­ter und 855 Me­ter über Grund. Das Li­mit sind 160 Me­ter.

Säch­si­sche

Der Na­tio­nal­park ist trotz ge­schütz­ter Tie­re für die Luft­waf­fe kein Hin­der­nis. „Aus­ge­nom­men hier­von ist der Be­reich über Groß­städ­ten mit mehr als 100 000 Ein­woh­nern, der An- und Ab­flug­kor­ri­dor von Flug­hä­fen so­wie der Luf­t­raum über gro­ßen In­dus­trie­an­la­gen wie et­wa Kern­kraft­wer­ken“, so ein Spre­cher.

Ob die An­woh­ner wei­ter­hin mit lär­men­den Flug­ma­nö­vern rech­nen müs­sen, konn­te der Spre­cher aus Ge­heim­hal­tungs­und Si­cher­heits­grün­den nicht be­ant­wor­ten. Ex­per­ten ge­hen aber da­von aus, dass die Flie­ger schon bald wie­der über dem Elb­sand­stein­ge­bir­ge dröh­nen ...

Sel­te­ner Vo­gel im Na­tio­nal­park: Letz­ten Mitt­woch don­ner­ten zwei Euro­figh­ter der Luft­waf­fe durch die Fels­land­schaft.

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