Po­len de­mons­trie­ren ge­gen schär­fe­res Ab­trei­bungs­ge­setz

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

WAR­SCHAU - In Po­lens Haupt­stadt ha­ben er­neut Tau­sen­de ge­gen Plä­ne für ei­ne Ver­schär­fung des Ab­trei­bungs­ge­set­zes de­mons­triert. „Ich exis­tie­re, ich den­ke, ich ent­schei­de“, skan­dier­te die Men­ge, auf Ban­nern stand „Frau­en­rech­te sind Men­schen­rech­te“. Die rechts­kon­ser­va­ti­ve Re­gie­rungs­par­tei (PiS) und die ka­tho­li­sche Kir­che un­ter­stüt­zen den Ent­wurf meh­re­rer Or­ga­ni­sa­tio­nen für ei­ne Ver­schär­fung des Ab­trei­bungs­rechts. Das in Po­len gel­ten­de Ab­trei­bungs­recht ist schon sehr re­strik­tiv. Es er­laubt Schwan­ger­schafts­ab­brü­che nur in drei Fäl­len: bei ei­ner Be­dro­hung für Leib und Le­ben der Mut­ter, ei­ner fest­ge­stell­ten ir­re­ver­si­blen schwe­ren Schä­di­gung des Em­bry­os so­wie bei ei­ner durch Ver­ge­wal­ti­gung oder In­zest her­bei­ge­führ­ten Schwan­ger­schaft. Nach den neu­en Re­geln soll nur noch die Le­bens­ge­fahr für die Frau als Ab­trei­bungs­grund gel­ten. Statt mit bis­her zwei Jah­ren soll il­le­ga­le Ab­trei­bung mit fünf Jah­ren Ge­fäng­nis be­straft wer­den.

Frau­en beim Pro­test­marsch durch War­schau.

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