Streit um den rich­ti­gen Kurs

Dresdner Morgenpost - - SACHSEN -

DRES­DEN - Hand­be­malt oder nicht? Im Land­tag wur­de hef­tig dar­über de­bat­tiert, ob die Por­zel­lan-Ma­nu­fak­tur Meis­sen den Kurs er­neut än­dern soll. Der Frei­staat ist al­lei­ni­ger Ge­sell­schaf­ter. Die Lin­ken warn­ten da­vor, die Chan­cen mit ei­nem neu­er­li­chen Kurs­wech­sel hin zu tech­nisch her­ge­stell­ten De­kors aufs Spiel zu set­zen. Dies hat­te Meis­sen-Boss Till­mann Blasch­ke (53) über­legt.

Die CDU warf den Lin­ken vor, die „stärks­te Mar­ke“des Lan­des schlecht­zu­re­den. Laut Fi­nanz­mi­nis­ter Georg Un­land (62, CDU) bleibt die Her­stel­lung hoch­wer­ti­gen künst­le­risch ge­stal­te­ten Por­zel­lans das Kern­ge­schäft der Ma­nu­fak­tur. Er er­klär­te, dass noch nichts ent­schie­den sei. Für ope­ra­ti­ve Ent­schei­dun­gen sei im Üb­ri­gen al­lein die Ge­schäfts­füh­rung zu­stän­dig. Hin­ter all den De­bat­ten steht der ge­schei­ter­te und kost­spie­li­ge Um­bau Meis­sens zu ei­nem Lu­xus­kon­zern. 2014 stand ein Ver­lust von 19,2 Mil­lio­nen Eu­ro zu Bu­che. Die AfD brach­te ei­ne Teil­pri­va­ti­sie­rung als Lö­sung ins Spiel. mor

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.