Drax­ler ver­drängt Göt­ze! „Er hat zwei bril­lan­te Zau­ber­füß­chen“

Dresdner Morgenpost - - FUSSBALL-EM -

LIL­LE - Ju­li­an Drax­ler er­klär­te mit glü­hen­den Wan­gen auch noch dem letz­ten Jour­na­lis­ten, wie sei­ne „Zau­ber­füß­chen“die Slo­wa­ken aus­ge­tanzt hat­ten.

Und Ma­rio Göt­ze? Der trab­te zur Tri­bü­ne und such­te Trost bei sei­ner Freun­din. Freud und Leid la­gen sehr eng bei­sam­men nach dem deut­schen 3:0 im EM-Ach­tel­fi­na­le - und es gab über­deut­li­che An­zei­chen für ei­ne Wach­ab­lö­sung in der Welt­meis­ter-Mann­schaft.

Göt­ze, Tor­schüt­ze im WM-Fi­na­le, aber an die­sem Abend zum Bank­drü­cker de­gra­diert, müh­te sich red­lich, nicht als Mie­se­pe­ter rü­ber­zu­kom­men. „Mal ist man der Hund, mal ist man der Baum“, hat­te er we­ni­ge Ta­ge zu­vor phi­lo­so­phiert. Nun ist er eher wie­der der Baum.

Göt­ze bleibt die Er­in­ne­rung an die WM 2014. In Bra­si­li­en war nach zwei Spie­len sein Stamm­platz weg - im Fi­na­le wur­de er als Jo­ker zum Hel­den für die Ewig­keit. Doch am Sonn­tag muss ihm klar ge­wor­den sein: Erst ein­mal ist er raus. Bun­des­trai­ner Joa­chim Löw hat­te ihn tags zu­vor noch in den höchs­ten Tö­nen ge­lobt. Er ha­be das Ge­fühl, „dass er im­mer mehr kommt“. Göt­ze, so Löw, „tut uns gut“. Nach ei­nem Bank­platz klang das wahr­lich nicht.

Doch dann war Drax­ler drin - und Göt­ze drau­ßen. Da­ran dürf­te sich erst mal nichts än­dern. „Er hat uns gut ge­tan“, sag­te Löw. Ge­nau wie am Vor­abend. Nur dies­mal über Drax­ler, nicht über Göt­ze. „Das ist ein sehr schö­ner Tag. Ei­ne Rie­sen­sa­che. Rund­um ge­lun­gen“, sag­te Drax­ler. Ma­rio Go­mez, des­sen 2:0 (43.) der 22-Jäh­ri­ge mus­ter­gül­tig auf­ge­legt hat­te, schwärm­te: „Wir wis­sen al­le, was die­ser Jun­ge drauf hat. Er hat zwei bril­lan­te Zau­ber­füß­chen.“Mit die­sen sol­le er ver­mehrt in „Eins-ge­gen-eins-Si­tua­tio­nen“ge­hen, hat­te Löw ge­for­dert. Ge­nau das hat­te dem deut­schen Spiel ge­fehlt.

Bun­des­trai­ner Joa­chim Löw be­dank­te sich nach dem 3:0 bei Ju­li­an Drax­ler, sei­nem bes­ten Mann.

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