SPD knöpft sich See­ho­fer vor

Dresdner Morgenpost - - POLITIK -

BERLIN - Wie­der Zoff in der Ko­ali­ti­on: SPDFrak­ti­ons-Chef Tho­mas Op­per­mann (62) hat den CSU-Vor­sit­zen­den Horst See­ho­fer (67) scharf kri­ti­siert, weil die­ser in der Flücht­lings­po­li­tik er­neut deut­lich auf Dis­tanz zur Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (62, CDU) ge­gan­gen ist.

„Ich fin­de es völ­lig de­plat­ziert, den al­ten Streit aus der Flücht­lings­kri­se wie­der auf­zu­wär­men“, sag­te Op­per­mann der „Bild am Sonn­tag“. „Je­der muss auf­pas­sen, dass er dem IS nicht auf den Leim geht und Mus­li­me, Flücht­lin­ge und Ter­ro­ris­ten in ei­nen Topf wirft.“See­ho­fer hat­te sich am Wo­che­n­en­de deut­lich von der zu­ver­sicht­li­chen For­mu­lie­rung „Wir schaf­fen das“dis­tan­ziert, die Mer­kel zu­vor mit Blick auf die Be­wäl­ti­gung des Flücht­lings­zu­stroms be­kräf­tigt hat­te. „Ich kann mir die­sen Satz auch beim bes­ten Wil­len nicht zu ei­gen ma­chen. Da­für ist die Pro­blem­la­ge zu groß“, sag­te der baye­ri­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent.

Horst See­ho­fer (67)

Tho­mas Op­per­mann (62)

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