Nur 4.! Ros­berg patzt in Ho­cken­heim

Nur Platz vier bei er­neu­tem Ha­mil­ton-Sieg

Dresdner Morgenpost - - FRONT PAGE -

HO­CKEN­HEIM - Hoch oben auf dem Po­dest fei­er­te der seit Wo­chen un­schlag­ba­re Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton sei­nen „Aus­wärts­sieg“, die Buh­ru­fe deut­scher Fans wur­den über­tönt von der bri­ti­schen Hym­ne. Sein schwer ge­schla­ge­ner Mer­ce­des-Team­kol­le­ge Ni­co Ros­berg such­te der­weil un­ten im Fah­rer­la­ger nach Er­klä­run­gen für den vi­el­leicht schon vor­ent­schei­den­den Rück­schlag im Kampf um den WM-Ti­tel.

Es ware­in har­ter Tag“, sag­te der Wies­ba­de­ner

nach den ent­täu­sche­nen-den vie­ren Platz beim Heim­spie in Ho­cken­heim, der siebren Nie­der­la­ge in den ver­gan­ge­nen acht Ren­ne: „Ich hat­te hier gro­be Hoff­nun­gen, aber es hat nicht viel ge­klappt.“

Der Deutsch­land-GP wur­de fur Ros­berg zum90-mi­nu­ten Alb­traum. Ein­ka­pi­ta­ler Fehl­start von der Po­le Po­si­ti­on („Ich weib nicht, was da pass­siert ist." ei­ne Fünf-Se­kun­den-Sra­fe und ein An­fan­ge­r­ah­ler sei­ner Bo­xen­crew der 31-Jäh­ri­ge ver­pass­te hin­ter dem Red Bull-Duo Da­ni­el Ric­ci­ar­do (Aus­tra­li­en ) und Max Ver­stap­pen (Ne­der­lan­de) das Po­dest und geht mit schon 169 Punk­ten Rück­stand auf Welt­meis­ter Ha­mil­ton die Som­mer­pau­se.

Als Ros­berg die Zeit­stra­fe für ein zu har­tes Ma­nö­ver ge­gen Ver­stap­pen ab­saß, stand er zu al­lem Über­fluss acht statt fünf Se­kun­den an der Box. „Man glaubt es kaum in ei­nem so hoch­tech­ni­sier­ten Sport wie der For­mel 1“, sag­te Mer­ce­des-Sport­chef To­to Wolff da­zu, „aber un­se­re Stopp­uhr war ein­fach ka­putt.“Zu dem Zwei­kampf zwi­schen Ros­berg und Ver­stap­pen in der Haar­na­del­kur­ve in Run­de 29 mein­te Wolff: „Man kann die Sze­ne so oder so se­hen. Ich will Ni­co da jetzt kei­nen Vor­wurf ma­chen.“

Shoo­ting­star Ver­stap­pen hat­te nach dem Ma­nö­ver über den seit die­sem Wo­che­n­en­de wie­der kom­plett frei­ge­ge­be­nen Bo­xen­funk ge­schimpft: „Er hat mich von der Stre­cke ge­drängt.“Ros­berg sah das na­tur­ge­mäß an­ders, war sich kei­ner Schuld be­wusst: „Ich hab voll ein­ge­schla­gen, ver­ste­he das nicht.“Die Renn­kom­mis­sä­re aber wa­ren auf Ver­stap­pens Sei­te und ver­häng­ten ge­gen den Deut­schen die fol­gen­schwe­re Fünf-Se­kun­den-Stra­fe.

Ha­mil­ton ge­noss in­des den aus sei­ner Sicht per­fek­ten Tag: „Es war ein tol­ler Start, und da­nach ha­be ich kei­nen ein­zi­gen Feh­ler ge­macht. Dar­über freue ich mich von Her­zen.“

Für Ex-Welt­meis­ter Se­bas­ti­an Vet­tel war vor 57000 Zu­schau­ern von Start­platz sechs aus im er­neut nur mä­ßig lau­fen­den Fer­ra­ri nicht mehr drin als Rang fünf. „Die Spit­ze war heu­te weit weg. Wir konn­ten ein­fach nicht mit­hal­ten, aber wir wer­den nicht auf­ste­cken“, mein­te der Hep­pen­hei­mer.

Der Frust bei der Scu­de­ria dürf­te der­zeit al­ler­dings rie­sen­groß sein, denn in Ho­cken­heim ging zu al­lem Über­fluss Rang zwei in der Kon­struk­teurs­wer­tung an das wie­der­er­stark­te Team von Red-Bull-Re­nault ver­lo­ren.

wur­de Le­wis Ha­mil­ton Bei der Sie­ger­eh­rung

auf der Pis­te Max Ver­stap­pen nass­ge­macht, (l.) vom Dritt­plat­zier­ten war es um­ge­kehrt. Hand aufs Herz, die Sie­ger­tro­phäe in die Hö­he ge­reckt - Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton nach sei­nem Tri­umph beim Gro­ßen Preis von Deutsch­land auf dem Ho­cken­heim­ring.

Ni­co Ros­berg in der Bo des-Pi­lot dort ei­ne Fün Kampf um ei­nen Po­des

Die Grid Girls auf dem Ho­cken­heim­ring wa­ren ges­tern ver­gleichs­wei­se we­nig frei­zü­gig ge­klei­det.

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