Der Herr der Rin­ge zählt sei­ne Schwä­ne

Dresdner Morgenpost - - DRESDEN -

Wie Ga­no­ven ge­fes­selt lie­gen vier Schwä­ne am Ca­ro­la­see. Doch kei­ne Sor­ge, die Tie­re lan­den nicht hin­ter Git­tern. Der kurz­zei­ti­ge Frei­heits­ent­zug dient viel­mehr der Wis­sen­schaft.

Seit 2007 be­ringt Tho­mas Ei­ßer (50) die Dresd­ner Schwä­ne. Das ist not­wen­dig, um spä­ter das Al­ter der Tie­re si­cher zu wis­sen so­wie de­ren Her­kunft zu be­stim­men. „Jun­ge Schwä­ne flie­gen in den ers­ten bei­den Jah­ren bis zu 500 Ki­lo­me­ter weit, las­sen sich spä­ter aber im Um­kreis von 50 Ki­lo­me­tern nie­der“, sagt Tho­mas Ei­ßer.

Doch bis die Rin­ge an­ge­legt sind, ist ei­ni­ges an Über­zeu­gungs­kraft not­wen­dig. „Wir ha­ben die Schwä­ne mit Brot ge­lockt. Ih­re Mut­ter hat den Nach­wuchs mit Lei­bes­kräf­ten ver­tei­digt.“

Ganz un­ge­fähr­lich ist das nicht. Mit ih­ren Schnä­beln kön­nen die Tie­re zwar nur zwa­cken, ein kräf­ti­ger Flü­gel­schlag ist aber mit ei­nem El­len­bo­gen-Check zu ver­glei­chen. „Schwa­nen­pa­pa“Ei­ßer brach­te das vor we­ni­gen Ta­gen erst zwei hef­ti­ge blaue Fle­cke ein. DiHe

Sol­che Rin­ge spei­chern al­le wis­sen­schaft­lich re­le­van­ten Da­ten über

die Vö­gel.

Tho­mas Ei­ßer (50) be­ringt

am Ca­ro­la­see die ge­fes­sel­ten Schwä­ne.

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